Den idealen Mitarbeiter schnell finden

von Robert Nabenhauer

Stellenausschreibungen sind bei der Nachbesetzung von freien Stellen ein bekanntes und bewährtes Hilfsmittel. Man erhält allerdings auch immer wieder Bewerbungen, die nicht in das Profil passen und damit unnötig viel Zeit kosten, da diesen vermeintlichen Kandidaten wenigstens eine Absage erteilt werden sollte. Es gibt aber auch andere Wege einen Mitarbeiter zu finden, der insbesondere bei der Gewinnung von Führungskräften angewandt wird.

Führungskräfte in einem Netzwerk finden

Mit Stellenausschreibungen erreicht man viele Leute, aber insbesondere wenn man Führungskräfte sucht, kann dieser Weg nicht erfolgreich sein. Erfahrungsgemäß haben Führungskräfte nicht immer die Zeit, alle Stellenportale nach einer neuen Stelle zu suchen. Wechselwillige Führungskräfte können sich aber bei speziellen Unternehmen melden, die wiederum Führungskräfte vermitteln. Wechselwillige Führungskräfte werden in ihrem Netzwerk aufgenommen, was sehr diskret ist und somit eine niedrige Hemmschwelle für die Führungskräfte darstellt.

Als suchendes Unternehmen kann man sich nun bei dem Unternehmen melden und nach einer Führungskraft suchen lassen. Das sogenannte Executive Search hat den Vorteil, dass man schneller mit einem geeigneten Kandidaten sprechen kann als bei einer Stellenausschreibung, denn die vermittelnde Firma kennt die Führungskräfte in ihrem Netzwerk. Nach einer Vorbesprechung zwischen suchender Firma und vermittelnder Firma wird ein genaues Profil erstellt und geeignete Kandidaten werden gezielt angesprochen.

Eine solche Vermittlung ist nicht kostenfrei, aber sie kann sich lohnen, denn eine passende Führungskraft, egal in welcher Führungsebene, ist in der heutigen Zeit schwer zu finden.

Führungskräfte finden lassen

Eine weitere gängige Methode bei der Suche von Führungskräften ist die Beauftragung eines Headhunters. Dieser Begriff klingt zwar etwas martialisch, ist aber im Bereich der Gewinnung von Führungskräften eine gängige Praxis, die sich wie folgt darstellt:

Eine Firma, die eine Führungskraft benötigt, geht auf einen Headhunter zu. Dieser erhält ein recht genaues Profil, um was für eine Persönlichkeit es sich handeln soll, was für eine Stelle es ist und welches Tätigkeitsumfeld sie umfasst. Der Headhunter geht dann für die Firma aktiv auf die Suche nach potenziell geeigneten Kandidaten. Zum einen kann er sich einem eigenen Netzwerk bedienen, was er im Laufe seiner Tätigkeit aufgebaut hat, er geht aber auch teils direkt auf Führungskräfte anderer Firmen zu und spricht sie an, ob sie sich grundsätzlich einen Wechsel vorstellen können. Der Headhunter führt dann auch die ersten Gespräche mit Kandidaten und stellt diese dem suchenden Unternehmen vor. Dieses Unternehmen wählt für sich geeignete Kandidaten aus und erst dann kommt es zur ersten Begegnung zwischen der Firma und dem potenziellen neuen Mitarbeiter. Diese Suche ist besonders diskret, denn es wird erst sehr spät über Namen von Firmen und Kandidaten gesprochen.

Auch hier sollte man sich als suchendes Unternehmen darauf einstellen, dass eine Vermittlung nicht kostenfrei ist. Aber da man eine sehr gute Erfolgsquote erwarten kann, ist das Geld für einen Headhunter gut angelegt.

Die sozialen Medien nutzen

Diese beiden Methoden, Führungskräfte zu erreichen, haben sich bewährt. Man kann aber auch erfolgreich in den sozialen Netzwerken Stellenausschreibungen schalten. Berufsportale wie Xing und LinkedIn sind eine gute Alternative, da dort viele Führungskräfte angemeldet sind und Netzwerke bilden. Bei beiden Portalen kann man Stellenanzeigen schalten und in diesen genau definieren, wem diese angezeigt werden sollen. Parameter wie Alter, Vorbildung, aktuelle Position oder die Region verhindern größere Streuverluste und erhöhen die Chance einen potenziell passenden Kandidaten zu erreichen.

Auch Facebook bietet sogenannte Facebook Job Ads, mit dem man Stellenausschreibungen zielgerichtet aussteuern kann. Hierbei legt das Unternehmen ein Budget fest, das zu einer automatischen Löschung der Anzeige führt, wenn das Budget aufgebraucht ist. Dieses Budget wird nur verringert, wenn jemand die Anzeige anklickt. Man sollte gerade bei Facebook eine gute Aufmachung der Anzeige haben, denn damit erregt man Aufmerksamkeit.Vertragsunterlagen Besprechung

Bildquelle: Jens P. Raak auf Pixabay

Ein Fazit

Offene Stellen in der Führungsetage bekommt man nur gut besetzt, wenn man Geld in die Hand nimmt und auf Alternativen neben der klassischen Stellenausschreibung setzt. Je persönlicher die potenziellen Kandidaten angesprochen werden, desto eher hat man Erfolg und vermeidet Streuverluste.

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