Die 7 Todsünden des Social Media Marketing

von Robert Nabenhauer
Rolle von Social Media Marketing

Wenn man bedenkt, dass jeden Tag 1,85 Milliarden Nutzer Facebook nutzen, 1 Milliarde Instagram, 760 Millionen LinkedIn und 187 Millionen Twitter – und alle anderen Social Media Plattformen lassen wir mal außer Acht – dann ist die Frage, ob man als Unternehmer Social Media Werbeanzeigen verwenden soll, obsolet.

Social Media Marketing ist eine der effektivsten Möglichkeiten, um Ihr Unternehmen schnell und direkt einem großen Publikum zugänglich zu machen. Das Faszinierende dabei ist, dass die meisten Unternehmen das auch wissen – dennoch fehlt vielen noch das Wissen, wie sie Social Media in Ihrem Marketing wirkungsvoll einsetzen können.

Machen Sie denn das Beste aus Ihren Anzeigen?

Es gibt viele Möglichkeiten und unterschiedliche Kampagnen, wie man Social Media nutzen kann. Wenn man aber dabei die immer gleichen Fehler begeht, bleiben die Erfolge aus.

Liste mit den 7  Social Media Todsünden:

1 .Fehlende Tracking-Pixel 

So wichtig Tracking-Pixel für Werbekampagnen auch sind, werden sie dennoch immer noch von vielen Unternehmern übersehen und nicht eingesetzt. Aber diese winzigen Codeausschnitte  sind für Ihr gesamtes Marketing von entscheidender Bedeutung. Damit sammeln Sie Informationen über Besucher auf Ihrer Website und sind damit in der Lage, den Interessenten zielgenaue Werbeanzeigen zu präsentieren. Mit ihnen können Sie Remarketing-Listen einrichten, Retargeting-Kampagnen erstellen und auf jeder Plattform eine ordnungsgemäße Conversion-Verfolgung einrichten. Das Einrichten solcher Kampagnen bedarf der Fachkompetenz, aber ich verspreche Ihnen, dass Sie sich später bedanken werden!

  1. UTM-Codes bleiben ungenutzt

Mithilfe von UTM-Codes können Sie die Leistung der Links auf Ihrer Unternehmensseite genau verfolgen. Dadurch erkennen Sie, woher Ihr Datenverkehr stammt. Die UTM-Variablen innerhalb des Links können verwendet werden, um allgemeine Informationen zu erhalten. Zum Beispiel können Sie damit verfolgen, aus welchen bestimmten Bereichen der sozialen Medien Ihr Webseiten-Traffic stammt. Daher sollte es Ziel sein, jedes Mal UTM-Codes zu verwenden, wenn ein Link zu sozialen Medien veröffentlicht wird. Auf diese Weise kann schnell und einfach kontrolliert werden, ob der Traffic von einem organischen Beitrag oder einer Anzeige herrührt. Auch bestimmte Kampagne oder Anzeige, auf die der Nutzer geklickt hat, können damit verfolgt werden.

  1. Sie bleiben einem Anzeigen-Typ treu

Diesen Fehler sieht man am häufigsten bei Facebook-Werbeanzeigen und Anzeigen auf LinkedIn. Die Auswahl an unterschiedlichen Anzeigetypen ist eigentlich groß. Dennoch bleiben viele bei einem Typen, wenn sie sehen, dass diese Anzeige Erfolge erzielt. “Never touch a running system” funktioniert hier leider nicht. Hier lohnt es sich auf alle Fälle,  Split-Test durchzuführen, um festzustellen, ob Ihre Anzeigen eine noch bessere Leistung als zuvor erzielen können. Auch wenn das Karussell oder das einzelne Bild als Anzeige bisher gut funktioniert hat, könnten Sie überrascht werden, wie erfolgreich vielleicht ein Video sein könnte. Testen, testen, testen ist hier oberstes Gebot.

  1. Sie sprechen das falsche Publikum an

Sind Sie sicher, dass Sie die richtige Zielgruppe ansprechen? Wenn Sie Werbeanzeigen schalten, sollten Sie  über Ihr Angebot hinaus nachdenken. Für wen ist es relevant? Ist es nur für eine spezielle Gruppe Ihres Publikums interessant? Oder wirkt die Anzeige speziell bei Kunden, die noch nichts von Ihnen gehört haben? Denken Sie auch außerhalb der demografischen Grenzen Ihrer Zielgruppe. Nutzen Sie hierfür immer  benutzerdefinierte Zielgruppenlisten. Erstellen Sie separate Listen für Ihre aktuellen Kunden und für  Ihre potenziellen Kunden. Auf diese Weise behalten Sie leichter den Überblick und können Ihre Werbeanzeigen wirkungsvoller einsetzen. Sie können Gruppen bewusst mit einbeziehen oder Sie aus einer Kampagne ausschließen. Bestimmte Kundentypen werden so herausgefiltert und können direkter angesprochen werden. Die Kampagnen unterscheiden sich sehr davon, ob Sie zu einer breiten Masse sprechen, oder ob Sie sich auf Ihre heißen Leads konzentrieren. Damit schaffen Sie für Ihre Werbeanzeigen Zielgruppen von höchster Qualität wirklich zu erreichen.

  1. Sie nutzen die Plattformen falsch

Viele Unternehmer schalten Anzeigen auf Plattformen, weil diese gerade im Trend liegen oder folgen eigenen Präferenzen. Dabei wird außer Acht gelassen, wo sich die Zielgruppe aufhält. Wenn sie Anzeigen auf Facebook schalten (Jeder schaltet Werbeanzeigen auf Facebook!), Ihre heißen Leads aber auf LinkedIn zu finden sind, dann wird der Erfolg ausbleiben. Wichtig hierbei ist, dass man seine Zielgruppe genau kennt, weiß, was diese konvertiert und wo diese zu finden ist. Annahmen sind hier fehl am Platz, es bedarf kalter Fakten. 

Die Wahl der richtigen Plattform hängt auch davon ab, wie sie bei den unterschiedlichen Kampagnen performt. 

Facebook bietet das größte Netzwerk, dafür aber die geringste organische Reichweite. Pinterest wird von Frauen bevorzugt und lässt sich besser in Verkäufe umwandeln. LinkedIn richtet sich an die B2B-Community, während Instagram und Pinterest mit ihrer visuellen Anziehungskraft trumpfen. Diese Plattformen sind bei Millennials und internationalen Nutzern beliebt.

  1. Ihre Landingpage versagt

Immer noch werden Landingpages stiefmütterlich behandelt. Selten wird mehr Zeit und Energie darauf verwendet. Das ist ein großer Fehler. Landingpages definieren beim Kunden den ersten Eindruck. Liefert dieser nicht ab, wird der Kunde Ihnen keinen zweiten Eindruck ermöglichen. Stellen Sie also sicher, dass Ihre Landingpage mit Ihrem Branding, Ihrer Markenbotschaft und Ihrem Angebot übereinstimmt. Halten Sie Ihre Zielseite einfach, liefern Sie dem Benutzer die wichtigsten Informationen und  nutzen Sie zielgesetzte CTAs.

  1. Sie arbeiten planlos

Viele Unternehmer folgen bei Ihrem Social Media Marketing nur einen Leitfaden, anstatt eine klare Strategie zu entwickeln. Sie müssen zuerst Ihre Geschäftsziele  verstehen und dann einen umsetzbaren Plan erst. Das sollte alle Ihre Handlungen leiten.

Wenn Sie ganze Kampagnen starten, ohne zu wissen, mit wem Sie ansprechen sollen, wie Sie Ihre Posts vermarkten müssen und was die nächsten Schritte sein sollten, dann werden Sie die Kampagne in den Sand setzen. Sie fahren ja auch nicht mit einem Auto ohne Tankanzeige planlos in der Gegend rum und hoffen, am Ziel anzukommen.

Nun, welcher dieser Todsünden haben Sie sich schon schuldig gemacht?

Related Posts

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen