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Personal Branding auf Instagram – Wie funktioniert es in 2019 und für wen lohnt es sich?

Personal Branding auf Instagram – Wie funktioniert es in 2019 und für wen lohnt es sich?

 

Influencer – Sie haben wenig Zeit, ihr Einfluss ist groß und sie sind teuer. Ein Großteil dieser Punkte trifft wohl oder übel auf viele Influencer zu. Ganz unbegründet ist dies nicht – Influencer haben ein großes Potenzial und einen ebenso großen Einfluss auf die Kaufentscheidungen ihrer Zielgruppe. Sie wissen eben genau, welchen Mehrwert sie bieten und verkaufen sich dementsprechend auch nicht unter diesem.
Es gibt also mit Sicherheit ein paar Gründe, welche die Entscheidung gegen die Zusammenarbeit mit einem Influencer bestärken. Dennoch bleiben sie ein Social Media-Kanal, der vor allem durch Authentizität glänzt.

 

Aber welche Alternativen hat man denn sonst? Die Antwort auf diese Frage ist einfach: Werden Sie Ihr eigener Influencer! Was genau damit gemeint ist, wie das funktioniert und wer von dieser Strategie besonders profitieren kann, möchte ich in den folgenden Passagen erklären.

Sein eigener Influencer sein? Was bedeutet das?

Influencer sind praktisch Markenbotschafter – sein eigener Influencer zu sein, bedeutet also, zu seinem eigenen Markenbotschafter zu werden. Man nutzt also praktisch eine Reichweite, die man durch authentischen Content aufgebaut hat. Die Follower gewinnen zunächst den Glauben in die Person hinter dem Account und dann in das Produkt. Marketingtechnisch nutzt man somit die Tatsache, dass der Standard-User wesentlich stärker daran interessiert ist, eine reflektierte Meinung einer Person über ein Produkt zu hören, als Werbung zu diesem Produkt von dem jeweiligen Hersteller zu konsumieren. Im Fachjargon spricht man hierbei von ‘Personal Branding’ – Man macht sich also selbst zur Marke, in dem man den eigenen Namen und das eigene Gesicht mit bestimmten Attributen verknüpft.

 

Personal Branding? Klingt interessant..! Kann ich das auch?

Genau, jeder der sich grundsätzlich diese Frage schon einmal gestellt hat, kann diese mit einem ‘Ja’ beantworten! Jeder kann seinen Unternehmens-Account in einen Influencer-Account umbauen, der bereit ist, diesen auch persönlich zu betreiben. Grundsätzlich ist dieses Vorgehen auf jedem Social Network umsetzbar – am effizientesten ist jedoch Instagram, mit großem Abstand. Danach folgt YouTube, was dem hohen Aufwand, der hinter einem YouTube-Video steckt, geschuldet ist. In sehr rationalen Themen wie beispielsweise Wissenschaften oder Technik ist Twitter am relevantesten.

 

Und wie setze ich das nun konkret um?

Es gilt also: Erscheinen Sie als Person, nicht als Unternehmen. Der erste Schritt hierzu ist, dass man seine Social Media-Accounts auf die eigene Person und nicht auf das Unternehmen fokussiert – sowohl in Sachen Gestaltung, als auch im Content. Das bedeutet  zunächst: Firmenlogo raus, persönliches Selfie rein. Jedoch steckt dahinter noch einiges mehr! Um einmal genauer zu erklären, was ich damit eigentlich meine, gehen wir das ganze einmal gemeinsam am Beispiel Instagram durch.

 

Natürlich bin ich nicht automatisch eine ‘Personal Brand’, nur weil ich mein Profilbild geändert habe. Als nächstes sind Username und die ‘Bio’ dran. In dieser müssen der Name (wie generell im Account), sowie persönliche Informationen wie beispielsweise das Alter, die Aktivität beziehungsweise Expertise und am besten auch ein Link zur eigenen Website erwähnt werden. Somit erhält der Besucher des Profils direkt alle wichtigen Informationen und hat direkt noch einen Link parat, auf welchen er klicken kann, wenn er das Profil denn spannend findet.

 

Doch das Wichtigste fehlt noch – der Content. Dabei gilt es zu beachten, sich selbst in den Vordergrund zu stellen, nicht sein Produkt oder den entsprechenden Nutzen. Dies funktioniert zum Beispiel durch authentische Posts, bei denen man Sie – die Person hinter der Personal Brand selbst – sieht. Am besten umschreiben kann man dies wohl durch das folgende Beispiel:


//www.instagram.com/julianzietlow/ – Julian Zietlow ist ein Unternehmer, der ursprünglich aus dem Fitness-Bereich kommt. Mittlerweile ist er an vielen Unternehmen beteiligt und promotet auf Instagram des öfteren über ausgewählte Projekte – So zum Beispiel Nahrungsergänzungsmittel, Fitness-Kleidung, Online-Coachings oder auch über private Themen wie zum Beispiel den Nachwuchs, die Freundin oder sogar den Zuwachs in der Garage. Er erwähnt seine Produkte oft beiläufig, während er hauptsächlich über Themen wie Persönlichkeitsentwicklung, Fitness und Mindset postet. Er hat also ein grundsätzliches Thema, welches an kein Produkt gebunden ist und baut dabei seine eigenen Produkte mit ein. Und genau in diesem Stil muss man sich auch thematisch festlegen. Es muss ein Thema geben, welches auf irgendeine Art und Weise zum Produkt passt.

 

Ich hab’s verstanden! – Aber für wen lohnt sich das ganze eigentlich so richtig?
Grundsätzlich lohnt es sich für jeden, der seine Social Medias noch selbst betreibt, oder selbst betreiben könnte. Das ist ein großer Vorteil, den kleinere Unternehmen gegenüber großen Konzernen haben; L’Oreal, Kaufland oder MediaMarkt könnten nie einen solchen ‘Influencer’ etablieren, das wäre nicht authentisch. Sie können höchstens andere Influencer bezahlen. Jeder, der also noch persönlichen/direkten Kontakt mit seinen Kunden hat, für den lohnt es sich, sein eigenes Unternehmen auf Social Media als Personal Brand zu präsentieren. Besonders lohnt sich das ganze natürlich für diejenigen unter Ihnen, die ihrem Kunden nicht nur ein physisches Produkt, sondern beispielsweise eine Dienstleistung verkaufen. Der Kunde kann sich durch das ‘persönliche’ Profil somit direkt auf die Person ‘vor dem Unternehmen’ einstellen und lernt Sie praktisch schon online kennen. Besonders nützlich ist eine Personal Brand also für alle Coaches, Trainer und Speaker.

 

Kann ich meine sonstigen Social Media-Maßnahmen nun weiter anwenden?

Ja! In keinster Weise muss eine Strategie, die vorher bereits verfolgt wurde, geändert werden. Weder in Sachen Hashtags oder Follower-Churning – Eben nur im Content, dem Profil und der entsprechenden Beschreibung einzelner Bilder, welche am besten in der Ich-Perspektive geschrieben werden. Und genau deshalb gibt es nahezu keinen Grund, der dagegen spricht, als kleines oder mittelständisches Unternehmen, die eigenen Social Medias als Personal Brand zu benutzen.

 

Was muss ich sonst noch beachten?

Durch die Personal Brand ist nicht sofort erkennbar, dass es sich bei den Posts um aktive Werbung handelt. Dementsprechend müssen diese als Werbung gekennzeichnet werden. So zum Beispiel, in dem man #Ad, #Werbung oder #Platzierung unter die Beiträge schreibt, in denen man wirklich über ein eigenes Produkt spricht oder dieses zeigt.
Außerdem wäre die Einrichtung eines Impressums ratsam. Dazu verlinkt man entweder das Impressum des Unternehmens in der ‘Bio’, widmet diesem extra einen Beitrag oder fügt es als Impressums-Highlight auf dem Profil ein, das geht jedoch nur auf Instagram. Dazu muss das Impressum als ‘Story’ hochgeladen werden. Danach erstellt man ein neues Highlight und wählt dafür die Storys aus, welche das Impressum beinhalten. Somit habe ich nicht nur eine Personal Brand aufgebaut, sondern diese auch direkt gegen Abmahnungen gesichert.

 

Instagram Profil von Robert Nabenhauer (//www.instagram.com/nabenhauer/)

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