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Preisgestaltung

von Robert Nabenhauer

Liebe Leser!

Wir alle erleben es jeden Tag – kaum steigt die Nachfrage nach einem Produkt, schon werden die Preise angezogen. Ist ein Produkt nahezu an jeder Ecke erhältlich, werden die Preise reduziert, damit die noch vorhandene Nachfrage gedeckt werden kann. Ein immer wieder kehrender Turnus, der durch die Sättigung der Märkte zu erklären ist.

Betriebswirtschaftliche Sicht zur Preisgestaltung

Alle Kosten, die für die Produktion und den Vertrieb eines Produktes relevant sind, gehören bei einer optimalen Preispolitik zu den Komponenten, die bei der Preisgestaltung berücksichtigt werden müssen. Das können externe Kosten sein, wie die Anschaffung von Materialien zur Herstellung des Produktes, interner Aufwand für zum Beispiel die Personalkosten für die Mitarbeiter, die an der Produktion beteiligt sind, die gesamten Kosten für die Maschinen, die Steuern, die Werbung und dergleichen mehr.

Die Nachfrage bestimmt den Preis

Ohne realistische betriebswirtschaftliche Bewertung kann eine Preisgestaltung nicht erfolgreich sein.

Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Preisgestaltung ist ihre Funktion als Mechanismus zur Steuerung des Marktgeschehens. Die primäre Aufgabe ist es in diesem Zusammenhang, für eine Balance von Nachfrage und Angebot zu sorgen und damit die Konjunktur am Laufen zu halten. Lassen wir einmal dahin gestellt, welchen Einflüssen der Preis einer Ware durch politische Interventionenausgesetzt ist, bleibt die betriebswirtschaftliche Bedeutung für jedes Unternehmen von besonderer Bedeutung. Die Existenz eines Unternehmens kann durch ständig fehlerhafte Preisgestaltung und durch eine permanente Beeinflussung durch den Staat gefährdet werden. Wenn die wirtschaftlichen Konditionen durch steuerliche Belastungen verändert werden, wird auch die Preisgestaltung negativen Einfluss nehmen. Deshalb ist eine wirtschaftlich begründete Preispolitik wichtiger als die Einflussnahme durch den Staat, die eher in einer zentralen denn einer freien Marktwirtschaft zu finden sein sollte.

Falsche Interventionen sind riskant

Gerade in Zeiten der Globalisierung sind immer mehr und oft unnötige Interventionen des Staates zu beobachten, die sich teilweise als kontraproduktiv erweisen. Eine der fatalsten Entwicklungen der jüngeren Vergangenheit war die Intention, mit Rapsöl betriebene Motoren zu subventionieren, damit CO2 Emissionen reduziert werden können. Die Hungersnot, die dadurch ausgelöst wurde, ist leider ein Beispiel dafür, welche fatale Auswirkungen durch einen volkswirtschaftlichen Einfluss ins wirtschaftliche Geschehen entstehen können. Die Konsequenzen für die Preisgestaltung sind bis dato noch nicht richtig beziffert worden. Auch die Mentalität des Sparens, die in vielen Bereichen propagiert wird, hat mit einer betriebswirtschaftlicher Sicht der Preisgestaltung nichts gemein.

Herzliche Grüße

Robert Nabenhauer

Nabenhauer Consulting – TEMP-Award Gewinner

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