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Positionierung von Produkten

von Robert Nabenhauer

Liebe Leser.

Bei einem meiner Produkte beschäftigte ich mit der Frage nach der zielgerichteten Platzierung von Produkten in den Warenhäusern. Die Distribution von Endprodukten ist wohl eine ebenso alte wie unerschöpfliche Debatte.

Jeder vorausschauende Unternehmer im Distributionsgeschäft hat sich sicherlich schon einmal die Frage gestellt: Wie vermarkte ich meine Produkte mittels Produktplatzierungen? Klar scheint mir, dass die besten Produkte, das heißt jene Produkte die den meisten Umsatz bringen, dort platziert werden, wo sie den Kunden am ehesten ins Auge stechen. Das heißt auf den Supermarkt umgemünzt: Überall wo es Regale gibt, gibt es solche, die sich für gute Produktplatzierungen eignen und solche, bei denen die Produkte Gefahr laufen, zu Ladenhütern zu werden. Es stellt sich allerdings die Frage, ob diese Theorie von den Produktplatzierungen nicht neu überdacht werden sollte – mittlerweile habe ich schon von einigen Bekannten gehört, dass sie ihre Waren gezielt auf weiter unten gelegten Plätzen präsentieren, die Vorteil liegen auf der Hand: Einerseits erspart man sich viel an Kosten, da die Regalplätze von den Ketten nun mal viel billiger hier zu haben sind. Andererseits würden (und das ist die Theorie, die ich zu bestätigen hoffe), Kunden die gezielt im Low Budget Bereich suchen, bereits verstärkt auf den unteren Regalstellplätzen Ausschau halten.

Vor allem für Produkte die an dieses Geschäftsmodell knüpfen, wäre das wohl eine lohnende Investition. Außerdem habe ich mich mit der Distribution auseinandergesetzt: Ich glaube, dass für prestigeträchtige Marken die Wirkung von stark eingeschränkter Distribution allgemein überschätzt wird. Nehmen wir Apple als Beispiel. Durch die gezielte Marktverknappung schneidet sich die Firma aus den USA meines Erachtens ins eigene Fleisch. Vor allem beim Release der neuen Serie 6 habe ich merklich Unzufriedenheit bei den Kunden, ob der künstlichen Verknappung der Mobile phones festgestellt. Das in Zusammenhang mit einem wohl nicht so ohne weiters funktionierenden Betriebssystem (Vorgängerversionen liefen bekanntlich einwandfrei) könnte apple womöglich noch den Ruf als Branchenführer kosten.

Zusammengefasst glaube ich, dass die Wirkung der Distribution und Produktplatzierung im Allgemeinen heute überschätzt wird. Diese Richtlinien mögen vielleicht früher noch eher ihre Berechtigung gehabt haben, aber all diese Theorien vergessen wohl eines: Dass beim Kunden heute ebenfalls veränderte Bedürfnisse gelten.

Herzliche Grüße

Robert Nabenhauer

Nabenhauer Consulting – Steinach  

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