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Interview mit Frau Christine Richter, von der Akademie für ethisches Management

von Robert Nabenhauer

Robert Nabenhauer:

Hallo Frau Richter, stellen Sie sich doch bitte meinen Lesern kurz vor. Was genau machen Sie?

Christine Richter:

Ich bin GF der Akademie für ethisches Management und seit 16 Jahren selbständig als Trainerin für Marketing und Verkauf sowie Coach für Karriere- und Persönlichkeitsentwicklung, als weiters für Autoren. Ideen habe ich am  laufenden Band, für mich und meine Kunden. Schon seit Beginn pflege ich einen wertschätzenden und ehrlichen Umgang mit Menschen.

 

Mein 1. Buch ,,Wirtschaft und Ethik – Das Erfolgsmodell der Zukunft“ stellt u. a. Josef Zotter Schokoladenmanufaktur, und Johannes Gutmann, Sonnentor, vor. Die diesen Weg äußerst erfolgreich leben. Beides sind österreichische Unternehmer.

In ca. 6 Wochen erscheint mein 2.Buch ,,Ohne Geld ka Musi – Mein persönlicher Weg zu SINNhaftem Wohlstand“, wo ich u. a. Karl Ploberger, ORF Moderator, Werner Brix, Kabarettist,  und Karl Schweisfurth, GF der Hermannsdorfer Landwerkstätten, Deutschland interviewt habe.

Mein 3. Buch handelt von aktiven Spitzensportlern, sowie ehemaliger Sportler die moderieren. Die Macht der Fans und Medien ist enorm gestiegen. Die negativen Auswirkungen sehen wir ja täglich.

Ich schreibe Kabaretts zu aktuellen Themen oder mache Buchpräsentationen auf diese Art.

 

Robert Nabenhauer:

Ihr Spezialgebiet ist ethisches Management. Was genau können wir darunter verstehen?

Christine Richter:

Erfolgreiche ethische Unternehmensführung heißt Einfühlungsvermögen, gegenseitige Wertschätzung und Förderung, Empathie und Ehrlichkeit. Fehler sind erlaubt. So ein Arbeitsklima führt  nachhaltig zu Gewinn-, Ertrags- und Effizienzsteigerungen. Die Mitarbeiter haben dadurch hohe Eigenmotivation, es gibt nahezu keine Krankenstände und innerliche Kündigungen. Jeder ist entsprechend seinen Fähigkeiten und Talenten eingesetzt, das garantiert die größtmögliche Entfaltung. Eine gemeinsame Werteentwicklung führt dazu, dass sich jeder als Teil des Unternehmens einbringen kann.

Der Schlüssel dazu ist Ehrlichkeit. Natürlich gibt die Firma durch ihr Angebot gewisse Werte vor, und wenn sich die Mitarbeiter größtenteils damit identifizieren,  ist der Arbeitseinsatz viel höher. Die Werte und das Wohlbefinden der Mannschaft sollen genau so wichtig sein wie die der Kunden.

Der Schein steht über allem. Dabei geht oft die Authentizität verloren. Optimal ist, dass jemand seine Stärken gut präsentiert, doch wenn er einmal den kleinen Finger wegstreckt, heißt das nicht, er lehne alles sofort ab. Hier gilt es nachzufragen.

 

Robert Nabenhauer:

Welcher Mensch hat Sie auf Ihrem bisherigen Lebensweg besonders beeindruckt – und womit?

Christine Richter:

Da gibt es sehr viele, da ich schon immer Geschichten von erfolgreichen Menschen und Sportlern gelesen habe, genau so wie durch meine eigenen Bücher. Stellvertretend für alle nehme ich Herrn Josef Zotter, GF der Schokoladenmanufaktur heraus.

In seinem Vorzeige-Unternehmen in der Steiermark, Österreich, werden 140 Variationen von handgeschöpfter Schokolade in 90 Geschmacksrichtungen hergestellt. Grundprodukt sind Fair Trade-Kakaobohnen aus Peru und andern Ländern. Davor war er war international und national in der Spitzengastronomie tätig, Er ist immer seiner Vision treu geblieben, auch in schwierigen Zeiten. Er entscheidet aus dem Bauch heraus und ist ein äußerst kreativer Mensch. Er schätzt die Arbeit seines Konditors gleich wie die, die reinigen. Man spürt dort, dass alle aus ganzem Herzen arbeiten. Eine ehemalige Packerin leitet heute den äußerst erfolgreichen Verkauf, weil er ihr Potential erkannte. Das Mittagessen für seine über 100 Mitarbeiter bezahlt die Firma. Der reine Betriebswirt rechnet sofort, doch die Umwegsrentabilität ist viel höher

Seine Unternehmensführung und das Marketingkonzept passen überhaupt nicht zu den gängigen Lehrmodellen. Heute ist er in vielen Medien präsent und wird u.a. nach Harvard eingeladen. Sein Unternehmen notiert nicht an der Börse, denn er fühlt sich seinen Mitarbeitern und Lieferanten verpflichtet. Trotz aller seiner Erfolge ist er natürlich geblieben.

 

Robert Nabenhauer:

Die Kommunikation hat sich durch die digitalen Medien grundlegend verändert. Wie bewerten Sie diese Veränderungen, ich denke da an kritische Kunden, virale Werbung und auch sogenannte „shit Storms“?

Christine Richter:

Das finde ich sehr bedenklich. Hier eignen sich Menschen unaufgefordert Macht an, um in ihrem Sinn zu manipulieren. Solche Menschen finden wir  im Alltag genau so. Sie geben ihre Meinung ab, ohne, dass sie darum gebeten wurden, und das oft auf sehr verletzende Weise. In den digitalen Medien darf nicht alles erlaubt sein. Hier sollten genauso Grenzen gesetzt sein. Die Grundlagen einer wertschätzenden Kommunikation gelten im Internet genau so wie beim guten altmodischen Brief oder im Gespräch.

Natürlich soll ein Kunde sagen, wenn etwas nicht stimmt, doch manche Beschwerden dienen nur dem persönlichen Vorteil.

 

Robert Nabenhauer:

Wie setzen Sie selbst soziale Netzwerke und Plattformen für Werbung und Informationsbeschaffung ein?

Christine Richter:

Ich habe eine Homepage und benütze Google, Xing und Facebook. 40 Firmen-Newsletter und einige Onlinezeitungen wie z. B. von Cicero, erhalte ich regelmäßig. Eigene Aussendungen mache ich natürlich auch.

Ich benütze digitale Medien, bin aber im fortgeschrittenen Teenageralter von 47 Jahren nicht damit aufgewachsen. Sie bieten Möglichkeit, viele Menschen zu erreichen und neue Kunden zu gewinnen, doch es geht mir um einen qualifizierten Kontaktaufbau. Ich bin gerade dabei, die technischen Dinge auslagern, um mich auf meine Kernkompetenzen zu konzentrieren.

 

 

Robert Nabenhauer:

Welche Gedanken legen Sie Unternehmen ans Herz, die sich an Sie zur Findung eines Unternehmensleitbildes wenden?

Christine Richter:

WERTschätzen, was gut gemacht wird, ist notwenig, dadurch schafft man ein Klima der Produktivität. Der Mensch steht im Vordergrund und darf Gefühle zeigen, genauso wie Freude und Humor. Jede Angst engt sehr ein und ist keine Basis für Spitzenleistungen.

Das gilt als unprofessionell, doch genau das ist der springende Punkt. Die vielen Krankenstände und hohen Fluktuationen haben natürlich gar nichts mit der Art zu tun . . . Viele Führungskräfte bekamen in ihren Ausbildungen ganz andere Schwerpunkte vermittelt.  Wenn der Fokus ausschließlich auf der Kostenrechnung und Gewinn liegen, schafft das ein großes Ungleichgewicht. Der Mensch möchte als solcher wahrgenommen werden, das bringt dann hohe Eigenmotivation.

Wachstum, Wohlstand und persönliche Entwicklung liegen in der Natur des Menschen. Durch gezielte punktuelle Unterstützung der Firmenleitung schafft man große Ziele viel leichter.

 

Robert Nabenhauer:

Wie akquirieren Sie selbst neue Kunden?

Christine Richter:

Beim Schreiben meiner Bücher haben sich interessante Geschäftsbeziehungen und -kontakte ergeben. Durch meine Buchpräsentationen und Vorträge, die ich abhalte, baut sich mein Kundenstamm weiter auf. Viele Kunden empfehlen mich weiter.

Das Internet nütze ich auch verstärkt.

 

Robert Nabenhauer:

Ich gehe selbst davon aus, dass klare Norme und Werte erfolgreiche Unternehmen ausmachen. Welche Eigenschaften beobachten Sie selbst bei erfolgreichen Unternehmern?

Christine Richter:

Aus meiner persönlichen Sicht gibt es keine einzige Strategie, die man auf alle gleich ummünzen kann, da es ja viele verschiedenste Typen und Persönlichkeiten gibt. Der Kreative braucht seinen Freiraum, der Betriebwirt arbeitet mit Zahlen. Erfolgreiche Unternehmen schätzen den anderen, weil es beide Seiten braucht und suchen nach gemeinsamen Lösungen. Manche Firmen erstellen Budgets, gehen nach Plänen vor und erreichen die Ziele, andere handeln mehr nach der Intuition und gehen auf diese Weise vor.

Erfolgreich sind die, die Normen und Werte festlegen, aber hohe Flexibilität aufweisen, wenn sich andere Möglichkeiten bieten. Sie zeigen Toleranz, wenn einmal etwas nicht geklappt hat.. Es ist immer ein guter Mix aus Planung und Kreativität.  Es hängt natürlich auch von der Branche ab. Ein technischer Produktionsbetrieb hat mehr mit Normen zu tun.

Werte müssen innerhalb und außerhalb des Unternehmens klar festgelegt und von allen aus Überzeugung gelebt werden, authentisch und ehrlich. So ein Unternehmen zieht viele Kunden an.

 

Robert Nabenhauer:

Die persönliche Beziehung zwischen Unternehmer und (potenziellem) Kunden steht im PreSales Marketing im Vordergrund. Auch im ethischen Management dürfte eine persönliche Beziehung im Vordergrund stehen. Wie vermitteln Sie bei Coachings die Relevanz?

Christine Richter:

Mir liegt das Anliegen des Anderen am Herzen. Ehrlichkeit ist ein persönlicher Wert von mir, den ich bei jedem Umgang pflege. Es freut mich, wenn ich Menschen bei ihrer Potentialentwicklung begleiten kann. Das bringt Erfüllung, und das führt zu Wohlstand in allen Lebensbereichen. Mit meinen Ideen und meiner langjährigen Erfahrung unterstütze ich ihn.

Der potentielle Kunde merkt durch meine Angebote, bei Telefonaten oder E-Mails, dass ich authentisch bin. Sein Anliegen ist wichtig, und ich gehe auf ihn individuell ein. Durch PreSales Marketing erreicht man mehr Kunden, die ihrerseits Lösungen suchen.

 

 

Robert Nabenhauer:

Haben Sie 3 kurze Tipps für meine Leser parat, die sich sofort für ein ethisches Management umsetzen lassen?

Christine Richter:

Loben und WERTschätzen Sie andere für Ihre Tätigkeiten. Respektieren Sie andere Meinungen und Werte!

 

Wie kann ich andere noch mehr fördern, zu höheren Gewinn oder mehr Ansehen verhelfen statt hartes Konkurrenzdenken?

 

Empathie im Management eröffnet ungeahnte Möglichkeiten zu Spitzenerfolgen!

 

 

 

Interessierte Leser haben die Möglichkeit zurKontaktaufnahme unter der nachfolgenden Kontaktanschrift:

Christine Richter

Akademie für ethisches Management

Stiftgasse 1

2511 Pfaffstätten

c.richter@ethik-akademie.at

www.ethik-akademie.at

+ 43 664 / 530 21 48

Robert Nabenhauer

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