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Last oder Lust – ohne Selbstbestimmung hilft kein Zeitmanagement

von Robert Nabenhauer

Liebe Leser hier der nächste Beitrag zum Thema „Menschlichkeit“ von Alois Summerer in unserem Blog.

 

In meinen Zeitmanagementseminaren wollen viele Teilnehmer oft das Patentrezept, dass Sie zukünftig von jedem Stress befreit. Es gibt viele gute Werkzeuge wie to-do Listen, strukturierte Kalender, hilfreiche Ablagesysteme, Prioritäten nach der Eisenhower Methode, Pareto Prinzip usw. Dies alles hilft nur, wenn Sie sich als Mensch reflektieren und die Verantwortung für Ihren Stress übernehmen. Was treibt Sie innerlich an? Wie finden Sie in Ihrer Arbeit mehr Selbst- als Fremdbestimmung? Die Lösung liegt in Ihnen, nicht in den Werkzeugen!

Interessante Erfahrungen mit einem selbstbestimmteren Leben wünscht Ihnen

Ihr

Alois Summerer

1. Werden Sie zum Handelnden!

Welche Rolle nehmen Sie hauptsächlich im privaten oder beruflichen Leben ein? Sind Sie der aktive Gestalter oder sind Sie mit einer Nebenrolle zufrieden? Nehmen Sie, so oft es geht, das „Heft des Handelns“ in die Hand. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Ideen gehört werden. Bereiten Sie sich auf wichtige Meetings gut vor, wenn Sie von den Ergebnissen wesentlich betroffen sind. Argumentieren Sie nutzenorientiert, damit Ihnen die andere Seite “ ihr Ohr schenkt“. Entwickeln Sie Ihre aktive Seite. Werden Sie mutiger und entschlossener.

In der Nebenrolle warten Sie ab, bis etwas passiert und andere handeln. Damit steigt die Fremdbestimmung. Dies engt Sie ein. In der Statistenrolle wundern sich Menschen, dass überhaupt etwas passiert.

 

2. Lernen Sie Nein sagen!   

Wenn Sie den inneren Antreiber „Mach es allen recht“ seit „Kindesbeinen“ stark entwickelt haben, dann hilft kein Zeitmanagement. Sie brennen aus, werden depressiv oder suchtkrank, wenn Sie die Lösung außen suchen. Geben Sie sich die Erlaubnis, dass Sie sich bei starker Belastung abgrenzen dürfen und sich dabei wohl fühlen.

E-Mails müssen nicht nach 18.00 Uhr noch beantwortet werden. Es geht auch am nächsten Tag. Bitten Sie den Chef um eine längere Vorlaufzeit für Arbeiten, wenn er manche Tätigkeiten lange liegen lässt und dann muss alles ganz schnell gehen. Verhandeln Sie Abgabetermine, wenn Sie sehr unter Druck stehen. Bitten Sie um Hilfe, wenn Ihnen alles zu viel wird. Setzen Sie sich für Ihre Interessen und für Ihre Gesundheit ein.

 

3. Lange Anwesenheit bedeutet nicht hohe Effizienz    

Werden Sie vom fleißigen „Fliessbandarbeiter“, der alle Arbeitspakete gleich behandelt zum effizienten Strategen in Ihrer Zeitplanung. Mit welchen 20% der Aufgaben erreichen Sie 80% des Erfolges? Welche Prioritäten setzen Sie sich?

Wie können Sie konzentriert an einem Thema arbeiten und Zwischenetappen erreichen? Vermeiden Sie Ablenkungen und lassen Sie sich bei wichtigen Arbeiten möglichst nicht von anderen stören. Wenn Kollegen „Nullgespräche“ führen, die nicht zum Thema passen oder völlig belanglos sind, dann führen Sie auf die Tagesordnung zurück, selbst wenn Sie nicht die Leitung haben.

 

4. Tauschen Sie Sicherheit gegen den Gewinn von mehr Freiheit! 

Der Dalai-Lama kennt kein Burn-out, obwohl er sicherlich einen vollen Terminkalender hat. Er wirkt nie gestresst. Als geistliches und weltliches Oberhaupt der Tibeter hat er Verantwortung für 6 Millionen Menschen, die von den Chinesen unterdrückt werden. Er lebt selbstbestimmt. Er tut das was er für richtig hält.

Selbstbestimmung ist das hilfreichste Mittel gegen Stress.

Befreien Sie sich aus belastenden Abhängigkeiten oder jenen, die Sie dafür halten. Sie haben darüber mehr Macht, als Sie denken. Glauben Sie an Ihre eigene Wirksamkeit. Entscheiden Sie mehr über Ihr eigenes Leben.

Überlegen Sie nicht, was alles Schlimmes passieren könnte, wenn Sie Ihre Sicherheit gegen Freiheit eintauschen. Machen Sie sich klar, auf was Sie alles verzichten, wenn Sie dies nicht machen.

„Deine Zeit ist begrenzt, verschwende sie nicht damit, das Leben eines anderen zu führen.  Lass nicht zu, dass ein Dogma dich beherrscht – dass also die Ansichten anderer dein Leben bestimmen. Lass deine eigene innere Stimme nicht vom Gelärme der Meinungen anderer übertönen. Und, was das wichtigste ist: ab den Mut, deinem Herzen und deiner Intuition zu folgen. Irgendwie wissen diese beiden immer schon, wozu du eigentlich werden willst. Alles andere ist nebensächlich.“

Steve Jobs,

Gründer, Visionär und früherer CEO von Apple

 

Über den Autor:

Alois Summerer

  • seit 1992 Geschäftsführung AS TEAM
  • Mitarbeiter einer Raiffeisenbank
  • langjährige Erfahrung als Führungskraft
  • über 20 Jahre als Trainer und Berater tätig
  • Personalentwickler beim ADAC

Qualifikationen

  • Systemische Organisationsberatung bei Dr. Gunther Schmidt, Heidelberg
  • Moderationsausbildung bei Metaplan, Hamburg
  • Team- und Organisationsentwicklung, Team Dr. Rosenkranz, München
  • Gestalttherapie im Zentrum für Individual- und Sozialtherapie in Penzberg
  • Themenzentrierte Interaktion (TZI) beim WILL-Institut, Europa

Tätigkeitsfelder

  • Kommunikation und Teamentwicklung
  • Besprechungsmanagement
  • Workshopmoderation
  • Führungskräftetraining
  • Coaching
  • Entwicklung von Mitarbeiterressourcen

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