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Wenn es Xing nicht gäbe …

von Robert Nabenhauer

Wenn es Xing nicht gäbe, wäre die Berufswelt um ein zielorientiertes Netzwerk ärmer, denn Xing ist eines der sozialen Netzwerke, um Kontakte in beruflicher Hinsicht zu knüpfen. Im Gegensatz zu klassischen Netzwerken, die aus persönlich geknüpften Kontakten und Verbindungen bestehen, zeichnet sich Xing, als virtuelles Karrierenetzwerk, durch seine hohe Durchlässigkeit aus – die Netzwerke bei Xing stehen prinzipiell jedem offen, der sich einen Account zulegt und genügend Aktivität zeigt.

Xing bietet schlicht und ergreifend die größte Internetplattform, um sich im Berufsleben zu vernetzen und dadurch voneinander zu profitieren. Schlussendlich ist Xing ein Schneeballsystem; wenn man einen Kontakt geknüpft hat, besteht die Möglichkeit darüber weitere Kontakte zu knüpfen. Besonders interessant ist hier die Kontaktaufnahme mit Agenten, denn diese Personen haben in der Regel schon sehr viele Kontakte geknüpft und dadurch vergrößert sich das eigene Netzwerk fast von allein. Gleichwohl ist es mit der Kontaktaufnahme allein nicht getan, denn das Pflegen der geschlossenen Kontakte ist zweifelsohne der wesentlich arbeitsintensivere Schritt, jedoch ist es die einzige Möglichkeit vom Networking langfristig zu profitieren, denn Networking, auch bei Xing, ist nur erfolgreich, wenn die Kontaktpflege nicht zur Einbahnstraße wird.

Vorteilhaft an Xing ist, dass hier die Vernetzung sehr leicht ist, denn hier werden auch Kontakte zweiten und dritten Grades angezeigt, wodurch sich natürlich das eigene Netzwerk verhältnismäßig schnell vergrößern lässt. Allerdings hat eine große Anzahl an Kontakten auch einige Nachteile. Zum einen wird das Netzwerk schnell recht unübersichtlich und zum anderen können eventuell interessante Kontakte aufgrund der Größe auch schnell verloren gehen. Es ist daher häufig, besonders im beruflichen Umfeld, effektiver, ein kleines aber qualitativ hochwertiges Netzwerk aufzubauen und entsprechend zu pflegen.

Networking ist heute auf beruflicher Ebene nicht mehr wegzudenken, denn rund 40 Prozent aller Jobs werden über persönliche Kontakte vergeben. Nichtsdestotrotz sollte auch jedem Benutzer von Xing klar sein, dass diese Art der Vernetzung auch Gefahren in sich birgt, denn immer mehr Personalchefs informieren sich über ihre zukünftigen Arbeitnehmer im Internet. Dementsprechend sollte die Vermarktung der eigenen Person auf Xing schon wohl überlegt und ausgereift sein, ebenso wie es zu vermeiden gilt, eventuell anzügliche Fotos von sich ins Netz zu stellen. Gerade wenn man sich in Bereichen bewirbt, wo der Anschein von Seriosität groß geschrieben wird, etwa als Rechtsanwalt in Brühl, kann so etwas schnell ein Ausschlusskriterium bedeuten. Gleichwohl sollte niemand vergessen oder gar unterschätzen, dass jedes Netzwerk auch viel Arbeit bedeutet, denn Kontakte müssen gepflegt bzw. intensiviert werden – hier gilt, genauso wie bei allen anderen Formen von Netzwerken, am Ende muss die Bilanz auf beiden Seiten ausgeglichen sein, sprich eine Hand wäscht die andere.

Nichtsdestotrotz bietet Xing Personen, die sich beruflich verändern möchten, die Möglichkeit durch ein gut ausgearbeitetes Profil Personalchefs auf sich aufmerksam zu machen und sich so den leidigen Bewerbungsmarathon zu ersparen. Jedoch sollte das eigene Profil wirklich gut sein, um bei der Vielzahl an Mitgliedern positiv aufzufallen, das heißt jede Art von Floskeln wie zum Beispiel teamfähig und flexibel sollten nach Möglichkeit vermieden werden. Schlussendlich wird nur der, der auf der einen Seite einzigartig und kreativ und auf der anderen Seite mit fachlichen Kompetenzen punkten kann, eine neue berufliche Herausforderung finden.

www.xing-erfolgreich-nutzen.com

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