Bisher haben wir in diesem Kapitel die Möglichkeiten ausgeleuchtet, ganz allgemein an Kontaktdaten zu kommen. Manchmal muss man die Suche aber spezifisch angehen, zum Beispiel wenn man ganz genau weiß, welche Funktion die Person haben muss, die man im Rahmen vertrieblicher Aktivitäten ansprechen will. Auch das Ziel-Unternehmen, das man akquirieren möchte, ist bekannt. Einzig und allein der Name dieser gesuchten Person fehlt. Die einfachste Lösung ist natürlich ein Anruf bei der Telefonzentrale der Firma – die berühmte Kaltakquise. Doch die einfachste Lösung ist nicht immer die beste Lösung. Denn Telefonmarketing ist nicht bei allen Unternehmen gern gesehen. So kann es vorkommen, dass die Dame oder der Herr in der Zentrale Ihnen keine Durchwahlen bzw. E-Mail-Adressen gibt und Sie im Extremfall auch nicht in eine Abteilung verbindet. Das größte Problem ist jedoch, dass Sie mit einem solchen Cold Call – wenn Sie denn durchgestellt werden – zwar beim gewünschten Ansprechpartner landen, jedoch ohne irgendwelchen Bezug oder ohne irgendeine Referenz, mit der Sie das Gespräch eröffnen könnten. Aus diesem Grund empfehle ich Ihnen den Weg über XING, sprich die Recherche der gesuchten Person über den Menüpunkt „Suche“ / „Erweiterte Suche“. Wenn Sie zum Beispiel den Einkaufsleiter einer größeren Firma suchen, haben Sie drei Möglichkeiten, diesen in XING zu finden:
Möglichkeit 1: direkt über Firmennamen und Funktionsbezeichnung in der Erweiterten Suche
Möglichkeit 2: Screening aller XING-Mitglieder der Firma über die Erweiterte Suche
Möglichkeit 3: Screening aller XING-Mitarbeiter der Firma über das Feld „Unternehmen/Alle Unternehmen“
Möglichkeit 1: direkt über Firmennamen und Funktionsbezeichnung in der Erweiterten Suche
Sie geben den Firmennamen und die Funktionsbezeichnung bei der „Erweiterten Suche“ ein. Bei der Wahl der Suchbegriffe sollten Sie darauf achten, dass die Position des Einkaufsleiters in dem Unternehmen, das Sie interessiert, auch von einer Frau besetzt sein könnte. Mithin müssen Sie auch nach der weiblichen Funktionsbezeichnung suchen. Ferner kann der Fall auftreten, dass die betreffende Person den Titel „Einkaufsleitung“ – anstatt „Einkaufsleiter“ – erhält. Entsprechend würde eine Suche nach Einkaufsleiter oder Einkaufsleiterin ins Leere laufen. Was tun? Mit der Wortstamm-Suche, die ich bereits beschrieben habe, können Sie dieses Problem elegant lösen: Suchen Sie einfach nach „Einkaufsleit*“. Sollten Sie auch damit nicht fündig werden, bleibt nur noch der Versuch mit einem englischen Begriff, da Anglizismen im Wirtschaftsbereich bekanntlich weit verbreitet sind. Falls die Suchbegriffe passen, wird Ihnen das gefundene Mitglied in angezeigt.
Möglichkeit 2: Screening aller XING-Mitglieder der Firma über die Erweiterte Suche
Falls Sie mit der direkten Suche Ihren Ansprechpartner nicht ausfindig machen können, lassen Sie sich in einem ersten Schritt sämtliche XING-Mitglieder aus dieser Firma anzeigen, indem Sie mit dem Suchfeld „Firma (jetzt)“ arbeiten. Die Anzeige der Mitarbeiter dieser Firma erfolgt dann mit Angabe Ihrer jeweiligen Funktion – allerdings leider in keiner Weise sortiert. Somit kommen Sie nicht umhin, alle Mitarbeiter daraufhin durchzusehen, ob sie möglicherweise die Funktion eines Einkaufsleiters innehaben. Maximal zeigt Ihnen XING hier 300 Suchergebnisse an, so dass Sie 30 Seiten durchsehen müssen.
TIPP: Wegen dieser Begrenzung des Suchergebnisses sollten Sie bei großen, national agierenden Firmen versuchen, durch die Eingabe zusätzlicher Suchkriterien – wie z. B. Bundesland oder Postleitzahl – die Treffermenge unter 300 zu halten. Ansonsten könnte die gesuchte Person gerade in dem nicht mehr angezeigten Teil des Suchergebnisses enthalten sein. Diese Vorgehensweise ist allerdings etwas aufwändig, da Sie die Suche mehrmals –
z.B. für jedes Bundesland – wiederholen müssen.
Möglichkeit 3: Screening aller XING-Mitarbeiter der Firma über das Feld „Unternehmen“ / „Alle Unternehmen“
Und noch eine weitere Möglichkeit bietet Ihnen XING, um auf die XING-Mitglieder, die in einer bestimmten Firma beschäftigt sind, zuzugreifen. Diese Funktion ist unter dem Menüpunkt „Unternehmen“ / „Alle Unternehmen“ verfügbar. Nach Eingabe des Unternehmensnamens in das Feld für „Stichwörter“ und dem Absenden der Suchanfrage werden Ihnen alle Firmen mit diesem Namen angezeigt. Eine besondere Situation ergibt sich, wenn Sie nach großen Konzernen, wie z. B. Siemens, recherchieren. Dieser Begriff ergibt weit über 300 Treffer, so dass Sie Ihre Suche über „Erweiterte Suche“ verfeinern sollten. Auch hier bietet sich wieder die Eingabemaske der Erweiterten Suche an, insbesondere die Eingrenzung nach dem Ort oder der Branche. Nachdem Sie das gewünschte Unternehmen gefunden haben, reicht ein Klick auf den Firmennamen, um sich alle in XING registrierten Mitarbeiter anzeigen zu lassen. An dieser Stelle setzt wieder Ihre Fleißarbeit an, die aufgelisteten XING-Mitglieder nach der von Ihnen gesuchten Funktion, in unserem Beispiel dem Einkaufsleiter, durchzusehen.
Wie es weiter geht, wenn Sie die gesuchte Person nicht gefunden haben
Angenommen, Sie konnten den Einkaufsleiter bzw. die Einkaufsleiterin des bestimmten Unternehmens nicht finden. In diesem Fall sind die Möglichkeiten, doch noch ans Ziel zu gelangen zwar reduziert, doch auch hier leistet XING Ihnen wertvolle Hilfestellungen. Ihr erster Weg führt über die Mitarbeitersuche. Geben Sie unter „Suche“ / „Erweiterte Suche“ im Formular den Namen des Unternehmens unter „Firma (jetzt)“ ein. XING sucht jetzt unter allen Mitgliedern nach Mitarbeitern der genannten Firma. Verfügen Sie bereits über direkte Kontakte in dieser Firma, können Sie die Suche auf den Kontaktgrad „meine Kontakte“ einschränken. Das Suchergebnis enthält nur die Mitarbeiter bzw. Mitarbeiterinnen des Unternehmens, die Sie bereits kennen. Wenn Sie diese nun ansprechen und nach dem Einkaufsleiter fragen, wird die Auskunftsbereitschaft in aller Regel hoch sein. Übrigens: Selbst wenn Ihr Kontakt Ihnen einmal nicht weiterhelfen kann, hat Ihre Ansprache einen positiven Effekt: Letztlich diente sie auch wieder der Kontaktpflege, vor allem wenn Sie die Gelegenheit für einen netten Small-Talk nutzen. Alternativ können Sie auch Kontakt mit einem anderen Mitarbeiter des gewünschten Unternehmens aufnehmen. Dabei sollte seine bzw. ihre Funktion möglichst nahe an der der gesuchten Person sein. So könnten beispielsweise die Aufgaben eines Einkaufsleiters auch bei dem Verwaltungsleiter angesiedelt sein. Wenn nun dieser Leiter der Verwaltung ein Profil in XING hat, so sprechen Sie ihn direkt oder über einen gemeinsamen Kontakt an und fragen nach dem Namen des Einkaufsleiters. So erfahren Sie schnell, ob möglicherweise er selbst oder welcher seiner Kollegen zuständig ist. Welche Art der Kontaktaufnahme besser ist – via XING (über einen Profil- Besuch plus Nachricht schreiben) oder telefonisch (mit Hinweis auf die gemeinsame XINGMitgliedschaft) – kann man nicht allgemein gültig sagen. Entscheiden Sie im konkreten Einzelfall mit Fingerspitzengefühl. Am aufwändigsten ist folgendes Vorgehen: Suchen Sie sich wieder einen Mitarbeiter in der Firma heraus, dessen Funktion nahe an der Ihrer Zielperson ist. Nun schauen Sie sich dessen bzw. deren Kontakte an. Möglicherweise ist hier die von Ihnen gesuchte Person dabei, da in vielen Unternehmen die Mitarbeiter untereinander bei XING verlinkt sind.
Dieses ist ein Auszug aus meinem Buch :
„Der PreSales Marketing Praxisleitfaden „Xing erfolgreich Nutzen“
Eine Leseprobe können Sie unter www.shop.nabenhauer-consulting.com anfordern.
Viel Freude beim lesen.
Robert Nabenhauer
PreSales Marketing ist kein reines Social-Media-Marketing. Die Vorgehensweise schließt die Welt außerhalb des Internets mit ein. Denn Kontakte bekommen Sie in Wirklichkeit jederzeit und überall: Bei einem Vortrag, auf einem Firmen-Event, während einer Zugfahrt, bei einem Geschäftstermin, an der Hotelbar, beim Golfen. Bevor Sie anfangen, systematisch im Netz zu fischen, sollten Sie erst einmal alle Schätze heben, über die Sie ohnehin bereits verfügen. Oft werden Kontakte, die offline vorliegen, beim Aufbau einer zentralen Kontaktdatenbank vergessen. Dabei sind die bereits bestehenden Kontakte aus dem klassischen Marketing eine gesunde Basis für den Aufbau Ihres Netzwerks. Nebenbei bemerkt: Es soll ja immer noch Leute geben, die meinen, dass man nur die Kontakte in sein Netzwerk aufnimmt, die man auch persönlich kennt. Solche Netzwerker machen sich nicht klar, dass dieses Vorgehen genauso unsinnig ist, wie eine Beschränkung ihrer Firmenkunden auf persönliche Bekannte. Schade um das gigantische Potenzial, das das Internet bietet! In Ihrer bestehenden Adressliste (z.B. Outlook) haben Sie bereits hochkarätige Adressen gesammelt. Hier sind Ihre aktuellen Kunden, Lieferanten etc. registriert. Natürlich müssen Sie diese Kontakte als erstes für Ihr PreSales Marketing verfügbar machen. Sie sollten aber auch nicht vergessen, Routinen und Abläufe einzurichten, um alle eingehenden Telefonanrufe und E-Mails, Briefe und Faxe sowie alle gesammelten Visitenkarten zu erfassen und verfügbar zu machen. Oberstes Ziel dabei ist es, Ihre Online- und Offline-Kontakte zu integrieren – logischer-und praktischerweise dadurch, dass Sie die Offline-Kontakte online bringen. Recherchieren Sie regelmäßig, ob alle Ihre Kunden, Geschäftspartner, Hersteller, Lieferanten etc. bereits in Ihrem bevorzugten sozialen Netzwerk registriert sind. Wenn sie noch nicht Mitglied sind, machen Sie sie auf die Vorteile einer Mitgliedschaft aufmerksam. Sie können sich dazu Standardformulierungen zurechtlegen, zum Beispiel: Laden Sie regelmäßig die Kontakte, die noch nicht online mit Ihnen verlinkt sind, in das Netzwerk ein. Alle sozialen Netzwerke bieten dafür spezielle Einladungsfunktionen an. In den meisten Fällen reagiert der Kontakt positiv und es kommt zu einer Verlinkung. Das funktioniert besonders gut, wenn Sie nicht nur zum Beitritt und zur Verlinkung mit Ihnen auffordern, sondern dafür auch noch konkrete Gründe und Vorteile angeben, die sich dadurch dem Kontakt bieten. Geben Sie Beispiele, auf welche Informationen das Mitglied Zugriff haben würde, zum Beispiel nützliche Informationen über Ihre Produkte, Firmen- News, interessante Kontakte zu anderen Kunden und Mitgliedern Ihres Netzwerks. Weisen Sie auch auf die von Ihnen moderierten Gruppen hin, bzw. auf die Gruppen, bei denen Sie Mitglied sind. Und bieten Sie Ihrem Kontakt an, ihn beim Einstieg zu unterstützen, indem Sie ihm andere Kontakte aus Ihrem Netzwerk vorstellen. Auch zum gezielten Vorstellen bieten die sozialen Netzwerke spezielle Funktionen an. Die Integration von Offline-Welt und Online-Welt ist auch noch in anderer Hinsicht bedeutsam: Fast jeder Ihrer Kontakte wird über eine E-Mail-Adresse verfügen. Diese Information ist neben dem korrekten Namen die wichtigste, über die Sie aus Sicht des PreSales Marketing verfügen können. Stellen Sie im ersten Schritt sicher, dass Sie bei allen Kontakten die primäre E-Mail-Adresse verzeichnet haben. Fragen Sie dann per E-Mail nach weiteren Kontaktdaten, um Ihre Kontakte zu qualifizieren. Wenn Sie eine E-Mail-Adresse haben, können Sie den Kontakt auch effizient in Ihr soziales Netzwerk einladen. Vergessen Sie nicht, regelmäßig die Kontaktdaten in Ihrem bevorzugten Netzwerk auch extern abzuspeichern. XING zum Beispiel geht sehr rigide mit Mitgliedern um, die ihren Kontakten Werbemails bzw. Spam zusenden. Ein sofortiger Ausschluss ist die Folge – und der Verlust der mühsam aufgebauten Adressdatei.
Abgleich der Adressdateien
Ein steter Abgleich zwischen den auf klassischem Wege gefundenen Kontakten und den im Internet gefundenen Kontakten ist unerlässlich. Und zwar in beide Richtungen. Für ein erfolgreiches PreSales Marketing sollten Sie anstreben, dass alle Ihre Offline-Kontakte Ihrem sozialen Netzwerk beitreten. Außerdem sorgen Sie dafür, dass diese Kontakte zum Mitglied in Ihren Gruppen werden, in denen Sie Mitglied sind oder die Sie selbst moderieren. Und des Weiteren holen Sie diese neuen Gruppenmitglieder als Ihre direkten Kontakte näher zu sich heran. Sie gehen dabei immer nach demselben Schema vor: Als erstes suchen Sie einen passenden und relevanten Aufhänger für die Ansprache. Dabei bieten Sie kostenlose und nützliche Informationen an, weisen auf die Vorteile einer Gruppenmitgliedschaft hin und laden den Kontakt in die Gruppe ein. Wenn der Kontakt Mitglied der Gruppe geworden ist, dann laden Sie ihn in einem zweiten Schritt als direkten Kontakt ein – in vielen Fällen wird er umgekehrt auf Sie zukommen und um die Verlinkung bitten, was natürlich noch besser ist. Überprüfen Sie Ihren bisherigen Netzwerkaufbau: Haben Sie bereits für die Deckungsgleichheit der Kontakte im Netzwerk mit den Gruppen-Mitgliedschaften gesorgt? Wenn nicht, dann starten Sie bei Ihren Gruppen und laden Sie die anderen Mitglieder als Kontakt ein. Denn es ist wichtig, dass Sie die Anzahl Ihrer direkten Kontakte erhöhen. So haben Sie z.B. für Einladungen zu Events, die Sie verschicken, einen größeren Adressatenkreis. Im zweiten Schritt können Sie dann systematisch Ihre Kontakte durchgehen und diese in passende Gruppen einladen, in denen Sie Mitglied sind. Durch die Mehrfach-Verbindung über lose Netzwerk- und Offline-Kontakte, gemeinsame Gruppenmitgliedschaften und direkte Verlinkung im sozialen Netzwerk erhöhen Sie die Bindung und das Interesse des Kontakts. Damit erhöhen Sie auch die Wahrscheinlichkeit, dass der direkte Kontakt Ihnen im Laufe der Zeit weitere Kontakte bringt. Wie Sie sehen, erfordert die Integration der verschiedenen Kontaktsorten und -stadien Systematik und Konsequenz. Es ist keineswegs hilfreich, wenn Sie mal eben zwischendurch diesen oder jenen Kontakt einladen oder diesen oder jenen nach zusätzlichen Daten fragen. Um eine saubere und im weiteren PreSales Marketing Prozess nutzbare Kontaktdatenbank zu erhalten, sollten Sie systematisch und lückenlos vorgehen: Laden Sie alle Ihre Kontakte, die noch nicht online sind, in Ihr soziales Netzwerk ein. Laden Sie alle Kontakte, die noch nicht Mitglied sind, in Ihre Gruppe ein. Sorgen Sie für Regelmäßigkeit und Lückenlosigkeit, damit Sie keinen primären Kontakt verschenken. Denn jeder relevante primäre Kontakt ist unterm Strich bares Geld wert. Wenn Sie einmal ihr komplettes Kontaktnetzwerk durchgegangen sind und für maximale Integration gesorgt haben, können Sie sehr einfach die jeweils neu hinzukommenden Kontakte integrieren, indem Sie vorgefertigte Mustertexte als Elemente bei der Begrüßung verwenden. Beispielsweise können Sie jedes Mal, wenn Sie eine direkte Verlinkung im sozialen Netzwerk bestätigen, eine vorgefertigte Nachricht versenden, die einen Hinweis auf Ihre Gruppen enthält.
Dieses ist ein Auszug aus meinem Buch :
„Der PreSales Marketing Kundenmagnet“ So gewinnen Sie automatisch neue Kunden im Web
Eine Leseprobe können Sie unter www.shop.nabenhauer-consulting.com anfordern.
Viel Freude beim lesen.
Robert Nabenhauer
Liebe Leser.
Ich bin heute auf ein interessantes Buch von Herrn Stephan Heinrich gestoßen. Mir erscheint dieser Ratgeber für alle, die sich mit diesem Thema befassen, unverzichtbar zur sein. Nachfolgend finden Sie ein paar Erläuterungen des Autors.
Sie beherrschen das Werkzeug Telefon? Sicher tun Sie das, denn wenn es nicht so wäre, könnten Sie als Verkäufer wohl kaum bestehen.
In naher Zukunft gilt dies auch für social media. Wer es nicht beherrscht ist draußen. Haben Sie eine Stunde Zeit um Ihre Zukunft zu sichern? Wenn Ja: Lesen Sie dieses Buch. Es bringt auf den Punkt, was man als Profi im deutschsprachigen Raum wissen
und in der Praxis können muss. Social Media im Business ist seriös, wenn Sie seriös sind. Es begleitet Sie ohnehin. Wenn Sie es beherrschen, verkauft es für Sie.
Beherrschen Sie es? Lesen Sie dieses Buch und machen Sie XING & Co. zu Ihrem persönlichen Vertriebsassistenten. Stephan Heinrich ist ein gefragter Vortragsredner und Trainer für den Verkauf an Geschäftskunden (B2B). Er gründete bereits 2003 kurz nach dem Start von XING die Gruppe Vertrieb&Verkauf. Inzwischen gehören mehr als 82.000 Mitglieder dieser einzigartigen Gemeinschaft an, die er als XING Xpert Ambassador moderiert
Auch ich wünsche Ihnen das dieses Buch Sie mit den nötigen Tipps in der täglichen Praxis ein unterstützender Helfer wird.
Robert Nabenhauer
NWM wird gerne als der „kleine Bruder“ des Franchising bezeichnet. Und tatsächlich gibt es viele Ähnlichkeiten, aber auch ein paar Unterschiede.
Im Gegensatz zum Franchising wird Network-Marketing gerade in Deutschland oft noch etwas „schräg“ angesehen und als Geschäftsgelegenheit nicht wirklich ernst genommen.
Oft besteht die Befürchtung, dass es sich hier um ein „Schneeballsystem“ handelt oder dass es nur darauf ankommt, den Leuten möglichst viele Produkte zu verkaufen, die sie nicht gebrauchen können.
Im folgenden Beitrag soll herausgearbeitet werden, wie man ein seriöses Networkmarketing-Unternehmen erkennt und wie man als Unternehmer und Selbständiger sich damit ein gutes finanzielles Standbein aufbauen kann, das im Idealfall sogar als Passiveinkommen weiterfließt, wenn man nichts mehr aktiv dafür tut.
Der Hauptunterschied von Networkmarketing zum Franchising ist die deutlich geringere Einstiegsgebühr und die geringen laufenden Kosten. Bei den allermeisten NWM-Firmen kann man bereits mit deutlich unter 1000 EUR einsteigen und sich ein Geschäft aufbauen – ein unschlagbarer Preis für ein fertiges System, für funktionierende Produkte und für den Einstieg in die Selbständigkeit.
Ideal also für kleine Selbständige und Unternehmer, die nicht gerade hunderttausende von Euros auf der Bank liegen haben und sich ein Zweiteinkommen aufbauen möchten, um unabhängiger von nur einem „konventionellen“ Bereich zu werden.
Ein fertiges System
Wie bei jeder Selbständigkeit ist auch der Vertriebspartner bei NWM-Firmen eigenverantwortlich und entscheidet durch seinen Einsatz und die Vorgehensweise nach einem duplizierbaren System, wie sein Ergebnis aussieht.
Der Vorteil gegenüber einer normalen Selbständigkeit: Es gibt fix und fertige Produkte, die in der Regel qualitativ hochwertig sind und Logistik, Handling und Abrechnung werden von der NWM-Firma übernommen. Der einzelne Partner muss nur für die Distribution sorgen, d.h. Kunden, Verwender oder weitere Geschäftspartner finden. Dafür erhält er eine Provision oder den Differenzbetrag zwischen EK- und VK-Preis.
Natürlich gilt auch hier wie überall im Geschäftsleben „Von nix kommt nix“ – und den Traum vom Schnell Reichwerden, weil andere die Arbeit tun, sollte man ganz schnell vergessen. Gerade am Anfang – eine realistische Zeitspanne sollte 2-5 Jahre betragen – ist auch Networkmarketing harte Arbeit und es geht nicht ohne einen entsprechenden Einsatz.
Feste Honorierungssätze
Die ausgezahlten Beträge für Kundengewinnung, Vertriebspartnergewinnung und Produktverkauf sind fixiert und nicht abhängig von der Position in der Firmenstruktur – jeder Vertriebspartner hat die gleichen Verdienstmöglichkeiten – und sogar ein Vertriebspartner, der in der Struktur ganz „unten“ steht, kann mehr verdienen als die über ihm platzierten Personen, einfach, weil er mehr tut. Dieses Prinzip zeichnet alle seriös arbeitenden NWM-Systeme aus – und ist eines der Kriterien, das ein Network-Marketing-Geschäft von einem illegalen „Schneeballsystem“ unterscheidet.
Bei illegalen Schneeballsystem kommt es nur darauf an, möglichst viele Vertriebspartner für das System zu „keulen“ – und jeder, der zu spät einsteigt, hat kaum noch eine Chance, etwas zu verdienen, weil die Verdienstmöglichkeiten von oben nach unten geringer werden.
Kapitaleinsatz und Risiko
Durch den in der Regel geringen Kapitaleinsatz zum Starten eines Networkmarketing-Geschäftes als Vertriebspartner ist auch das Risiko des Scheiterns und der damit verbundenen finanziellen Belastung gering. Allerdings ist es ärgerlich, wenn man sich einen Kunden- und Vertriebspartnerstamm aufgebaut hat und die Firma dann plötzlich vom Markt verschwindet. Dies passiert immerhin in etwa 80% aller Fälle mit neuen NWM-Firmen – nicht, weil die Produkte schlecht wären oder das System nicht funktioniert, sondern meist, weil das Wachstum am Anfang oft hoch ist und von den Banken nicht vorfinanziert wird – viele Firmen „wachsen sich tot“.
Daher ist es sinnvoll, in eine Firma einzusteigen, die die Kinderkrankheiten hinter sich hat (sprich die ersten 2 Jahre überlebt hat) – und im Idealfall den eigenen Heimatmarkt neu erschließt (z.B. eine US-Firma, die es in den Staaten schon einige Jahre gibt und die jetzt nach Europa kommt).
Trendprodukte oder Me-too?
Entscheidend für den Erfolg der Vertriebspartner ist sicherlich die Konkurrenzsituation. Handelt es sich um das hunderste Nahrungsergänzungsmittel oder Kosmetikprodukt oder hat die Produktrange Alleinstellungsmerkmale? Ideal ist es, wenn die Produkte im Trend liegen, d.h. der Markt jung ist und wächst und sich damit die eigenen Chancen allein schon aufgrund des Marktwachstums immer weiter erhöhen.
Für Unternehmer und Selbständige ein Kriterium: Handelt es sich bei den Produkten um Dinge, die man auch nutzen kann, wenn man damit kein Geschäft aufbauen möchte? D.h. sind die Produkte als Werkzeug für das eigene Business einsetzbar, unabhängig vom Weitervertrieb?
Auszahlung der Provisionen:
Müssen die Vertriebspartner, um ihre Provisionen zu erhalten, monatlich ein bestimmtes Vertriebsergebnis erzielen oder einen bestimmten Eigenverbrauch vorweisen? Führt dies möglicherweise dazu, dass man „die Garage vollstehen hat“ mit Produkten, die man schlecht los wird? Bei einigen Firmen ist es durchaus Usus, dass man zum Erreichen einer bestimmten Provisionshöhe einen rel. hohen Eigenbestand abnehmen muss bzw. pro Monat erreichen muss. Ist das nicht der Fall, sinken die Provisionen lt. Marketingplan erheblich und der Aufwand steht dann oft in keinem Verhältnis mehr zum Ertrag. Ideal sind hier „virtuelle“ Produkte, die z.B. auf elektronischem Weg vertrieben werden und nicht als materielle Produkte durch die Post verschickt werden müssen.
Wie ist der Businessplan (Marketingplan) aufgebaut?
Verdient man etwas an den Kunden und Partnern in seiner gesamten Struktur oder nur bis zu einer gewissen Tiefe? Im Idealfall werden sogar Provisionen gezahlt für Partner, die man in der Struktur hat, aber gar nicht selbst ins Geschäft gebracht hat.
Ist das System duplizierbar?
Gibt es ein einfaches System, wie man das Geschäft betreiben sollte, übernimmt die Firma einen Teil oder den Großteil der Arbeit oder muss ich mir alles selbst erarbeiten? D.h., ist das System duplizierbar und von jedem zu machen? Schon Paul Getty sagte: Ich verdiene lieber 1% an 100 Leuten als 100% an einer Person.“
Genau hier liegt der Vorteil von gut funktionierenden, einfachen Systemen. Man muss nur das immer wieder tun, was die Firma bzw. die „Upline“ vorgibt – immer wieder – und genau dieses System auch an seine Partner weitergeben. Handelt es sich um ein duplizierbares System, kann es fast jeder – allerdings: Man muss aus seiner Komfortzone herauskommen, um Dinge zu tun, die man bisher vielleicht nicht getan hat – und nur dann wird man Ergebnisse erzielen, die man bisher nicht erzielt hat.
Wendet man diese Kriterien an bzw. klopft Firmen daraufhin ab, kristallisieren sich meist rel. schnell bestimmte Favoriten heraus und andere fallen durch das Raster, so dass jeder Unternehmer und Selbständige die geeignete Auswahl treffen kann.
Dann gilt es „nur“ noch, für sich selbst und für seine Partner die folgende, gewagte These zu widerlegen: „Wir Deutsche sind deshalb so besonders, weil wir ein eigenes Hirnteil besitzen. Nicht nur den Stirnlappen, der plant, und den Seitenlappen, der vernetzt. Wir Deutsche haben auch noch den Jammerlappen, der verhindert.“
Auf was warten Sie noch?
Über Onlinemarketing Heringer / food & future Agentur für Kommunikation & Vertrieb e.K.:
Onlinemarketing-Heringer als Internet-Abteilung der Agentur food & future beschäftigt sich mit Suchmaschienoptimierung, Contentmanagement und Möglichkeiten / Systemen, um Internetseiten bei Suchmaschinen auffindbar zu machen bzw. Menschen zur Nutzung anzuregen.
Die Firma ist Vertriebspartner der Networkmarketingfirma Talkfusion, Anbieter von videogestützten Anwendungen für Internet, Video-Email, Video-Konferenz und Video-Broadcasting.
Info dazu hier: http://www.onlinemarketing-heringer.de/videounterstuetzung.php
Die Marketing-Agentur food & future beschäftigt sich seit fast 20 Jahren mit der Vermarktung von Produkten, Dienstleistungen und Services aus dem Bereich Lebensmittel und Ernährung für KMU und Abteilungen größerer Firmen.
Joachim Müller-Heringer (GF)
Onlinemarketing-Heringer / food & future Agentur für Kommunikation & Vertrieb e.K.
Im Letten 43
67098 Bad Dürkheim
Telefon: 0049 (0) 63 22/62 05 33
Fax: 0049 (0) 63 22 62 05 34
Internet: http://www.onlinemarketing-heringer.de / http://www.food-future.de
E-Mail: mail@onlinemarketing-heringer.de
Warum Anzeigen Geldverschwendung sind
Die klassische Werbung ist auf dem Schrumpfkurs. Früher, als sie noch Reklame hieß, hat sie gut funktioniert. Das interessierte Publikum begrüßte die Produkthinweise als wichtige Informationsquelle. Doch die ungeheure Vielzahl an Produkten, die sich heute auf dem Markt tummeln, hat auch einen inflationären Einsatz der klassischen Werbung zur Folge. Werbeblöcke unterbrechen den schönsten Spielfilm. Plakatwände verschandeln die Landschaft. Werbesprüche im Radio bohren sich ins Ohr, obwohl uns die beworbenen Produkte überhaupt nicht interessieren.
Klassische Werbung ist unspezifisch, sie arbeitet nach dem Gießkannenprinzip. Sie macht auch die Leute nass, die gar nicht gewaschen werden wollen. Die Folge: Die Kunden machen dicht.
Das Ende der Postwurfsendung
Die daumendicken Prospekte der örtlichen Supermärkte und die Kuverts mit der Aufschrift „An alle Hausbewohner“ landen mittlerweile alle unbesehen in der Papiertonne. Wenn sie es überhaupt bis dahin geschafft haben. Die große Verbreitung der Aufkleber am Briefkasten mit der mehr oder weniger unfreundlichen Aufforderung, keine Werbung einzuwerfen zeigt, wie genervt die Menschen inzwischen auf klassische Werbung reagieren. Wer Postmailings aussendet, weiß, wie katastrophal niedrig die Rücklaufraten heutzutage sind – im Geschäft genauso wie im Privathaushalt. In den Firmen haben schon die Azubis schnell heraus, wie sie auch die hartnäckigste Telefonakquise abwimmeln. Selbst auf den forschen Spruch „Kann ich mal den Robert sprechen?“, mit dem sich clevere Zeitgenossen eine Zeit lang an der Vorzimmerdame vorbeimogeln konnten, fällt heute keiner mehr herein. Print-Anzeigen haben ebenfalls an Wirkung verloren. Das liegt auch daran, dass bei der beliebten Werbezielgruppe der jungen Bevölkerung Printmedien eine immer geringere Rolle spielen. Die jährlich durchgeführte Allensbacher Computer- und Technik-Analyse zeigt, dass bei der Zielgruppe der 20- bis 39-Jährigen mit Abitur im
Zeitraum von 2004 bis 2010 die Zeitung dramatisch an Bedeutung verlor. Nannten 2004 noch 60 Prozent dieser Gruppe die Zeitung als wichtigste Informationsquelle für aktuelle Nachrichten, waren es 2010 nur noch 40 Prozent. Demgegenüber nannten 2004 nur 29 Prozent der gleichen Gruppe das Internet als wichtigste Informationsquelle, sechs Jahre später waren es bereits 58 Prozent, also mehr als die Hälfte. Dieser Trend ist nicht mehr umkehrbar. Werber, die dennoch weiterhin auf Printmedien setzen, geben eine Studie nach der anderen in Auftrag, um zu erforschen, wie Print wieder wirken kann. Eine Studie jagt die nächste: In der einen heißt es, Testimonials von Prominenten nerven, in der anderen werden Promis als Werbeträger geradezu gefeiert. Durch solchen Aktionismus wird nur verschleiert, dass Print nicht mehr wirkt. Denn der Verbraucher reagiert nicht mehr auf klassische Werbung. Durch Printwerbung wird eine Menge Geld verbraten; Geld, das sinnvoller und effektiver in neue Werbeformen in den neuen Medien investiert würde. Häufig wird argumentiert, dass klassische Werbung unterschwellige Botschaften aussende, die der Adressat unbewusst aufnehme. Das ist ein Irrglaube, der kaum auszurotten ist. Dieses Argument ist nur ein Feigenblatt, um zu bemänteln, dass Print nicht mehr wirkt. Die angeblich unterschwellige Wirkung einer Werbeaussage ist schwer zu belegen und auch schwer zu wiederlegen. Wenn sich herumspräche, wie wirkungslos solche vorgeblich unterschwelligen Botschaften wirklich sind, wären die klassischen Agenturen schon längst ausgestorben. Die Ideen der Kreativen sind bisweilen sensationell lustig, aber an das beworbene Produkt erinnert sich kaum jemand. „Herr Kaiser“ aus der Versicherungswerbung im Fernsehen ist den meisten Menschen
bekannt, doch kaum jemand kann den Namen der Versicherung benennen, für die Herr Kaiser wirbt. Ähnlich ist es mit dem Spot einer Bausparkasse, in der die Tochter eines Hippies den spießigen Nachbarn beneidet, weil der einen Bausparvertrag hat. An den Spot erinnern sich viele, doch welche Bausparkasse hatte ihn geschaltet? Genaue Beobachter werden das Gefühl nicht los, dass sich eine Branche selbst feiert, wenn sie ihre lustigsten Spots als Kinofilme herausbringt und mit Genuss in Cannes auf dem roten Teppich promeniert – sich dabei aber einen Teufel darum schert, ob der Absatz der Auftraggeber auch wirklich steigt. Auch technischer Fortschritt hebelt klassische Werbung aus. Moderne Fernseher verfügen über eine interne Festplatte, die das Fernsehprogramm aufnehmen und es zeitversetzt abspielen lassen – die ungeliebten Werbeblöcke werden dabei ganz automatisch übersprungen. Und die Entwicklung geht noch weiter: Immer weniger Menschen möchten sich auf das Angebot beschränken, das ihnen von den Sendern
Woche für Woche präsentiert wird. Auch wenn sie aus dem Angebot von mindestens dreißig Sendern auswählen können – oft genug ist nichts Sehenswertes dabei. Kein Wunder, dass Filme, die aus dem Internet heruntergeladen werden, den klassischen Fernsehabend mehr und mehr ersetzen. So entsteht ein neues Sehverhalten, das die Fernsehwerbung einfach unterläuft: Ich sehe mir das an, was ich will, wann und wo ich will. Kein Mensch schaut sich Werbung freiwillig an. Dass Werbeblöcke im Fernsehen nicht mehr funktionieren, sehen wir auch daran, dass zunehmend auf Schleichwerbung gesetzt wird. Mit Product Placement werden Markenartikel in die Drehbücher gedrückt. Dieses Vorgehen ist in den angelsächsischen Ländern bereits viel verbreiteter als im streng regulierten Deutschland. Einzig die Imagewerbung funktioniert noch. Während bei der Produktwerbung die Eigenschaften der Ware im Vordergrund stehen und bei Preiswerbung der im Vergleich günstige Preis, stellt die Imagewerbung das beworbene Produkt in einen bestimmten Zusammenhang. Imagewerbung appelliert allein an das Gefühl. Der Slogan „Enjoy Coca Cola“ etwa wirbt nicht mit den Eigenschaften des Getränks. Coca Cola vermittelt mit seinen Anzeigen den Eindruck, dass Cola für Jugendlichkeit, Genuss und Freude steht. Es geht gar nicht darum, ob das Getränk gut schmeckt oder wach macht. Nur große Unternehmen wie etwa Apple, Ericsson oder Coca Cola können die gigantischen Summen aufbringen, die gute Imagewerbung erfordert. Denn sie funktioniert nur, wenn die Botschaft immer und überall wiederholt wird, denn es gibt keinen logischen oder inhaltlichen Zusammenhang zwischen dem Produkt und der Werbebotschaft. Kleine und mittelständische Unternehmen können sich solche Kampagnen nicht leisten. Außerdem erreicht auch die Imagewerbung nur zum Teil den gewünschten Empfänger. Eine 80-jährige sieht zwar den Apple-Spot in der Fernsehwerbung, kann damit aber nichts anfangen – wieder wurden Werbegelder per Gießkanne verteilt, ein teures, oft nutzloses Vorgehen. Es gibt noch einen weiteren Umstand, der klassischer Werbung den Todesstoß versetzt: die zunehmende Mündigkeit des Verbrauchers. Der Verbraucher ist erwachsen geworden und informiert sich selbst. Den Werbeversprechen traut er längst nicht mehr, denn zu oft ist er enttäuscht worden. Das vielfach beworbene Waschmittel wäscht eben auch nicht weißer als die anderen, das hat der Verbraucher schon gemerkt.
Die Werbung wandert in die digitale Welt
Die Tageszeitungen kämpfen ums Überleben. Ihre Existenz ist von der Schaltung von Werbeanzeigen abhängig. Nach Angaben des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger ging im Jahr 2009 das Anzeigenvolumen um 16 Prozent zurück. Von einer Erholung war auch 2010 nichts zu spüren. Nicht viel besser ergeht es den Fernsehsendern: Hier nahm das Werbevolumen um durchschnittlich 13 Prozent ab, wie Medienanalysten von Screen Digest ermittelten. Unter diesem Rückgang leiden die Werbeagenturen. Unternehmen investieren immer weniger in Kampagnen, die klassische Agenturen für Printmedien und Fernsehen entwickeln. Dafür fließen mehr Werbemillionen an Anbieter, die mit der digitalen Welt vertraut sind. Die großen Gewinner der Werbewelt sind die digitalen Medien. Mobile Ads, also Anzeigen, die auf Handys oder andere tragbare Geräte gesendet werden, legten 2009 um 18 Prozent zu. 2009 wurden etwa 80 Prozent mehr Werbekampagnen auf mobile Endgeräte verschickt als 2008, berichtet der Mobile Advertising Circle (MAC) im Bundesverband Digitale Wirtschaft. Auch die klassische Online- Werbung liegt weiter im Aufwärtstrend. Rund 1,6 Milliarden Euro betrug laut Nielsen das Volumen des Online-Werbemarktes 2009 und lag damit um 9,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Die Werbung wandert also langsam von der analogen in die digitale Welt – die Fachwelt kann das nur bestätigen. 93 Prozent der Agenturen sehen nach Angaben des Gesamtverbandes Kommunikationsagenturen GWA eine derartige Verlagerung. Der Verband schätzt, dass inzwischen rund 20 Prozent der Agenturleistungen im Onlinebereich erbracht werden. Auf den ersten Blick scheint die Welt der klassischen Werbung mit der Online-Werbung nicht vereinbar. Noch arbeitet der Großteil der Kreativen bei herkömmlichen Agenturen, die sich ausschließlich mit traditioneller Werbung beschäftigen. Sie kennen sich mit den Neuen Medien nicht aus oder lehnen diese sogar als Spielwiese für Teenager ab. Anders als die Digital Natives trauen sie sich nicht, die sozialen Netzwerke einfach einmal zu erkunden. Klassische Werber wagen sich nicht in die neue Welt, auch wenn sie viel über deren Möglichkeiten reden. Sie trauen sich nicht heran an den Speck der Werbemillionen, die in Internet-Werbung fließen und in Zukunft noch verstärkter fließen werden. Dabei muss niemand ein Crack in HTML- oder Flash-Programmierung sein, um online Werbung zu machen. Doch er muss sich mit den ungeschriebenen Regeln des Internets auskennen, um dort erfolgreich Kunden zu gewinnen. Auf der anderen Seite treten eine Menge junger Werber an den Start, die die herkömmliche Werbung verachten und meinen, alles besser zu können, weil sie ausschließlich auf das Internet und seine Möglichkeiten setzen. Die Digital Natives verkennen, welche Möglichkeiten die herkömmliche Werbung bietet. Es ist falsch, das Rad wieder neu zu erfinden. Denn die beiden Welten der klassischen Werbung und des Internets lassen sich vorteilhaft miteinander kombinieren und verschmelzen. Doch dazu muss man die Gesetzmäßigkeiten des Mitmachnetzes und der sozialen Netzwerke gut kennen. Es reicht nicht aus, mit den Methoden der klassischen Werbung ins Internet zu wechseln. Viele Werber setzen auf alten Wein in neuen Schläuchen und übertragen die Methoden der klassischen Werbung eins zu eins ins Internet. Das funktioniert aber nicht. Es ist einfallslos, anstelle eines Brief-Mailings nun eine Menge Mails zu versenden. Damit wird das Gießkannenprinzip nur fortgesetzt. Das Internet wiederholt gerade im Zeitraffer die Geschichte der herkömmlichen Werbung. Damit werden deren Methoden jedoch nicht effektiver. Natürlich ist es preiswerter, Mailings per Mail zu versenden als per Brief. Doch der Empfänger nimmt sie deshalb noch lange nicht besser wahr. In der Frühzeit des Internets waren animierte Werbefiguren noch lustig, jetzt aber nerven die Einblendungen, die sich vor die Webseiten schieben, sogar noch mehr als Printanzeigen oder Fernsehspots. Genauso, wie der Verbraucher Anzeigen in Zeitungen einfach überblättert, klickt er Werbeeinblendungen auf Webseiten weg.
Das Beste zweier Welten
Klassische Werbung verliert an Boden, doch sie wird dadurch noch lange nicht überflüssig. Es ist ein Fehler, im Überschwang der Begeisterung über die Möglichkeiten der neuen sozialen Netzwerke die klassischen Methoden über Bord zu werfen. Das hieße nur, das Kind mit dem Bade auszuschütten. Vielmehr dienen die klassischen Methoden dem modernen Marketing als wichtiger Baustein. Die klassische Werbung findet einen neuen Platz als Bestandteil der integrierten Kampagnen. Es geht gar nicht darum, sich für die eine oder die andere Form der Werbung zu entscheiden. Richtig ist, die Vorteile beider Welten zu vereinen. Erst die Kombination der beiden Vorgehensweisen wirkt unschlagbar. Diese Kombi-Wirkung der Werbewelten wird noch nicht ausreichend erkannt. An Hochschulen ist diese Lehrmeinung bisher nicht vertreten, so dass die nachfolgende Generation der Werber auf learning by doing angewiesen ist.
Information – das Gold der Werbung
Menschen sind gierig nach Information. Diese finden sie nicht in der klassischen Werbung, in der häufig übertriebene Aussagen gemacht werden. Niemand vertraut mehr den Werbeversprechen. Hingegen suchen die Verbraucher aktiv nach unabhängigen Informationen. Sie lesen im Internet, was andere von einem Buch halten. Sie registrieren die Bewertungen anderer Hotelgäste, bevor sie buchen. Die Kunden durchforsten das Netz regelrecht auf der Suche nach handfesten Informationen. Damit ist der Verbraucher unabhängig geworden. Mit einigen wenigen Klicks kann er Werbeversprechen auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen. Ein guter Ansatz für Online-Werbung ist daher, Informationen gratis zur Verfügung zu stellen, etwa Kostenrechner, Vergleichstests, Hinweise auf Internettools oder ähnliches. Dies zieht Menschen auf eine Webseite, die auf der Suche nach Informationen sind. Die Nutzer der Webseite registrieren, wer ihnen dieses kostenlose Angebot zur Verfügung stellt. Wenn es ihnen gut gefallen hat, bestellen sie eventuell den Newsletter, der auf der Seite angeboten wird. Die klassische Werbung hat ausgedient. Doch ein Ende ist immer auch ein Anfang: Neue Werbeformen werden die alten ablösen.
Dieses ist ein Auszug aus meinem Buch :
„Ich kenn dich – darum kauf ich“
Eine Leseprobe können Sie unter www.shop.nabenhauer-consulting.com anfordern.
Viel Freude beim lesen.
Robert Nabenhauer
Nachdem Sie jetzt mit der Schnellsuche und der Erweiterten Suche vertraut sind, stellt sich für Sie möglicherweise die Frage, wie Sie solche Suchen mit möglichst wenig Aufwand wiederholen können. Die bisher vorgestellten Optionen sind nur für eine einmalige Anwendung gedacht, deshalb stelle ich Ihnen jetzt eine ergänzende Funktion vor: die Suchaufträge. Das Anlegen eines Suchauftrags ist nur möglich, wenn Sie zuvor eine Einzelsuche – über die beschriebene Schnellsuche oder die Erweiterte Suche – durchgeführt haben. Das ist durchaus sinnvoll, da Sie erst einen Suchauftrag anlegen sollten, wenn Sie wissen, dass Ihre Begriffe Ihnen relevante Treffer bringen. Beispiel: Um einen Auftrag zum Thema Golf anzulegen, führen Sie zunächst hierzu eine Suche durch, indem Sie das Suchkriterium Golf im Feld für die Schnellsuche oder im Stichwort-Feld der Erweiterten Suche eingeben. Mit der Anzeige der Ergebnisse finden Sie in dem grauen Kasten auf der rechten Seite den Button „Suchauftrag anlegen“. Nach Anklicken dieses Buttons erscheint eine Seite, auf der Sie Details zu dem gewünschten Suchauftrag spezifizieren können. Vergeben Sie zunächst für den Suchauftrag einen prägnanten Namen, der das Suchergebnis beschreibt. Dann wählen Sie aus, ob die Suche wöchentlich oder täglich ausgeführt werden soll. Sie erhalten dann im angegebenen Suchintervall per E-Mail eine Nachricht: Sie enthält die Informationen, wie viele neue Mitglieder sich registriert haben, die zu Ihrem Suchprofil passen. Mit einem Klick auf den Link in dieser E-Mail-Nachricht bekommen Sie alle relevanten Mitglieder angezeigt. Ihr Suchauftrag findet allerdings nur neue Mitglieder. Bereits angemeldete XINGMitglieder, die ihr Profil verändert haben und dadurch erst zu Ihrem Suchauftrag passen, werden nicht angezeigt. Nachdem Sie diese Details spezifiziert und die Suche gespeichert haben, erscheint eine Übersicht, in der Ihre angelegten Suchaufträge aufgelistet sind. Sollten Sie einen bestimmten Suchauftrag nicht mehr benötigen, so können Sie diesen mit einem Klick wieder löschen. Achtung: Nach Anlegen eines Suchauftrags werden Sie nur dann per E-Mail benachrichtigt, wenn sich Mitglieder, auf die die Kriterien Ihres Suchauftrags zutreffen, neu registrieren. Dagegen werden Ihnen Mitglieder, die nach einer Änderung ihres Profils die Suchkriterien erfüllen, nicht angezeigt.
Powersuche: Power für Ihr PreSales Marketing
XING stellt mit seinen Powersuchen über 20 Standardsuchen zur Verfügung. Nutzen Sie sie, um noch mehr Mitglieder zu finden, die Sie in Ihr eigenes PreSales Marketing einbeziehen können. Einige der vorformulierten Abfragen erleichtern die „Erweiterte Suche“, weil Sie nicht jedes Mal wieder die entsprechenden Begriffe in das Suchformular eingeben müssen. Andere ermöglichen Abfragen, die in dieser Form über die „Erweiterte Suche“ nicht möglich wären. Mit den Powersuchen bekommen Sie schnell einen Überblick über XING-Mitglieder, die ähnliche Interessen haben wie Sie, in Ihrer Nähe wohnen oder andere Gemeinsamkeiten mit Ihnen aufweisen. In aller Regel reichen solche Übereinstimmungen für eine erfolgreiche Kontaktaufnahme. Sie finden die Powersuchen unter dem Menüpunkt „Suche“ / „Powersuche“. In einer Übersicht werden Ihnen sämtliche Abfragen angezeigt, die thematisch in fünf Bereiche gegliedert sind:
Durch Anklicken der gewünschten Powersuche wird diese sofort ausgeführt und das entsprechende Suchergebnis angezeigt. Ich möchte Ihnen nun die wichtigsten Powersuchen vorstellen:
„Mitglieder, die mein Profil kürzlich aufgerufen haben“
Mit diesem Tool finden Sie Personen, die sich – aus welchen Gründen auch immer – für Sie interessiert haben. Die Liste der Ergebnisse enthält eine „Info“-Spalte, der Sie entnehmen können, von welcher Stelle aus auf Ihr Profil geklickt wurde. Beispiele:
Diese „Herkunft“ Ihres Profil-Besuchers gibt Ihnen mit der Zeit einen gewissen Überblick, ob z. B. Ihre Funktion als Gruppenmoderator überdurchschnittlich oft der Auslöser für den Besuch ist. Auf diese Mitglieder, die Ihr Profil besucht haben, können Sie nun mit einem Gegen-Besuch reagieren. Ein erster Schritt ist es, das Mitglied als Kontakt einzuladen. Wenn Sie nun Ihrerseits das Profil des Besuchers anschauen, werden Sie schnell feststellen können, ob dieser grundsätzlich Bedarf an Ihren Produkten bzw. an Ihrer Dienstleistung haben könnte. Stellt er einen potenziellen Kunden dar, sollten Sie Ihre Akquise starten.
„Mitglieder, die kürzlich meine Firmen-Homepage besucht haben“
Diese „Powersuche“ bietet eine ähnliche Suchrichtung. Der Unterschied besteht darin, dass das Interesse des Besuchers über Ihr Profil hinausgeht und er sich sogar Ihren Internet-Auftritt angeschaut hat.
„Mitglieder, die suchen, was ich biete“
Einen direkten Weg zu potenziellen Kunden beschreiten Sie über diese Powersuche. Hier werden die Einträge in Ihrem Profil im Feld „Ich biete“ mit den Einträgen aller XING-Mitglieder in deren Feld „Ich suche“ auf Übereinstimmung abgeglichen. Die XING-Mitglieder, die im Suchergebnis angezeigt werden, passen also perfekt zu Ihrem Profil. So erhalten Sie auf Knopfdruck potenzielle Kunden / Ansprechpartner. Auch haben Sie aufgrund des hohen Übereinstimmungsgrades bei einer anschließenden Kontaktaufnahme bzw. dem Wunsch nach einer Verlinkung leichtes Spiel. Diese Powersuche ist auch sehr komfortabel, weil in der Trefferliste auch die Art der Übereinstimmungen angezeigt wird. Wenn Sie sich bei den Schlagworten und Begriffen, die Sie in Ihrem eigenen Profil unter „ich suche“ oder „ich biete“ angeben, auf die wichtigsten und aussagekräftigsten beschränken, vermeiden Sie, dass die Suchergebnisliste zu umfangreich und zu
ungenau wird. Bei dieser Powersuche ist allerdings auch Vorsicht geboten, weil hier nur ein mechanischer Abgleich von Datenbank-Feldern erfolgt, der verwandte Suchbegriffe nicht berücksichtigt. Beispiel: In meinem Profil ist der Begriff „Hartfolien“ angegeben. Folglich findet diese Powersuche keine Übereinstimmung mit XING-Mitgliedern, die „Hartfolie“ oder „Hart-Folie“ angegeben haben. Wenn Sie diese Unzulänglichkeit der vorformulierten Standard-Abfrage vermeiden wollen, sollten Sie mit dem Suchformular der „Erweiterten Suche“ arbeiten. Dort können Sie mit der bereits weiter oben beschriebenen OR-Verknüpfung arbeiten und würden dann z. B. „Hartfolien OR Hartfolie“ eingeben.
„Mitglieder, die mehrere meiner Kontakte kennen“
Diese Powersuche führt Sie indirekt zu potenziellen Kunden. Der Zwischenschritt sind Ihre Kontakte. Was auf den ersten Blick nach einem Umweg aussehen mag, entpuppt sich jedoch oft als Vorteil. Wieso Vorteil? Nun, unter Ihren Kontakten befinden Sich sicherlich auch Kunden von Ihnen. Wenn Sie sich mit der Powersuche „Mitglieder, die mehrere meiner Kontakte kennen“ in deren Netzwerken umschauen, d. h. nach Personen recherchieren, die wiederum Ihre Kontakte kennen, dann sollten hierunter auch potenzielle Kunden für Sie zu finden sein. Erstaunlich, wen die eigenen Kontakte alles kennen! Es ist nicht verwunderlich, dass manche Kontakte Ihrer Kontakte gleichzeitig auch direkte Kontakte von Ihnen sind. Diese werden in dieser Liste mit Profilbild angezeigt. Der gemeinsame Bekannte ist ein hervorragender Aufhänger, wenn Sie den potenziellen
Kunden kontaktieren möchten. Mit einem: „Hallo, toll, Sie bei XING zu treffen und schön, dass wir gemeinsam Herrn / Frau X kennen …“ ist das Eis schon mal gebrochen. Falls Sie sehr viele Kontakte haben, wird die Liste mit den Mitgliedern, die mehrere Ihrer Kontakte kennen, recht umfangreich und unübersichtlich. Dann ist es ratsam, dass Sie vor dem Besuch einzelner Profile zunächst noch eine Eingrenzung der angezeigten Personen vornehmen. XING bietet Ihnen zu diesem Zweck zwei Möglichkeiten an.
Durch Anklicken eines unterstrichenen Namens gelangen Sie auf dessen Profil und können entscheiden, ob diese Person ein potenzieller Kunde für Sie ist. Zusätzlich zum Profil wird Ihr direkter Kontakt angezeigt, der wiederum dieses XING-Mitglied kennt. Oft kennen gleich mehrere Ihrer Kontakte diese Person. Mit einem Klick auf „Zeige die verschiedenen Verbindungen …“ erhalten Sie die Anzeige aller Verbindungen.
Dieses ist ein Auszug aus meinem Buch :
„Der PreSales Marketing Praxisleitfaden „Xing erfolgreich Nutzen“
Eine Leseprobe können Sie unter www.shop.nabenhauer-consulting.com anfordern.
Viel Freude beim lesen.
Robert Nabenhauer
Startups haben in der ersten, heiklen Phase der Unternehmensgründung in der Regel viele Ideen, aber nur begrenztes Kapital. Wenn die Ressourcen sorgfältig eingesetzt werden, ergibt sich dadurch ein größeres Potenzial für all die guten Projekte, die auch bei kleinerem Budget umgesetzt werden können. Welche Mittel haben Gründer, um sich über Automatisierungen und Cloud-basierte Lösungen wertvolles Budget einzusparen?
In der Computer-Branche ist „die Cloud“ schon lange der Trend, Rechnerleistung, Programme, Datenmengen: Alles kann in der Cloud kostensparend abgelegt werden, die eigenen Arbeitsplätze werden verschlankt, die Ressourcen geschont. So weit so gut, aber welche Dienste aus und in der Cloud können Sie wirklich nutzen, die Ihnen die Arbeit erleichtern, die Prozesse sinnvoll strukturieren und gerade auch in der Vertriebsanbahnung praktisch einsetzbar sind?
Die Vertriebsanbahnung lebt davon, dass sich Prozesse verschlanken, effizienter und damit kostensparender ausführen lassen. Als Startup haben Sie den Vorteil, von Beginn an schlanke Strukturen aufbauen zu können. Umso schwieriger ist es aber auch, die richtigen Strukturen aufzubauen – meiner Erfahrung nach sollten alle, aber wirklich alle Unternehmensstrukturen auf ein großes Wachstum ausgelegt sein. Es ist wesentlich einfacher, notfalls Rückbau zu betreiben als mitten in der größten Umsatzwelle an unterdimensionierten Strukturen und Rahmenbedingungen zu arbeiten.
Typ 1: Hardware-Ressourcen
Eigene Server kosten viel Geld, benötigen Pflege und Wartung – wer das auslagern kann, der tut das auch. Überlegen Sie sich bei der Gründung, ob Sie diese Dienste direkt in die Cloud auslagern können. Auch wenn Cloud-Computing zwar in aller Munde, aber wenig in der Praxis zu finden ist – Giganten wie Google oder Amazon haben schon längst die ersten Erfahrungen damit gesammelt. Erwarten Sie komplexe Berechnungen und damit große Prozessorleistungen? Die passende Hardware dafür ist extrem teuer und bei für ein Startup eine finanzielle Bürde, die Auslagerung der Prozessorleistung ist bei entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen die logische Konsequenz. Gerade in diesem Feld sind Cloud-Dienste bereits etabliert.
Wenn Sie darüber hinaus eine effizient arbeitende, überall verfügbare Informationsstruktur erwarten, können Cloud-Lösungen ein guter Ansatz sein. Serverausfälle, Wartezeiten bei Wartungs-Updates und notwendige Aufrüstungen entfallen – die entsprechende Hardware wird von externen Dienstleistern gepflegt und gewartet, in der Regel ohne jeden Ausfall. Das verschafft Ihrem Unternehmen die Möglichkeit, sich ganz auf das eigentliche Kerngebiet zu konzentrieren – jedenfalls, solange Sie nicht gerade als Webhoster auftreten.
Typ 2: Arbeitsorganisation & Dokumentenverwaltung
Im PreSales Marketing, als der automatisierten Vertriebsanbahnung, ist die möglichst problemlose Aufgabenverteilung und Dokumentenaufbewahrung lebensnotwendig. Wenn mehrere Mitarbeiter oder externe Dienstleister gleichzeitig koordiniert werden sollen, können Sie zum einen auf Projektsoftware zurückgreifen – gute Lösungen sind allerdings teuer und müssen auch oft genug für die eigenen Bedürfnisse angepasst werden.
Einfacher und kostenfrei geht es mit Cloud-Diensten, die Dokumente gleichzeitig für mehrere Benutzer zur Verfügung stellen. Unabhängig davon, ob sich die einzelnen Mitarbeiter gerade vom Tablet PC, dem Büro-Computer oder dem Smartphone einbuchen. Google Docs ist dafür schon seit längerem am Markt, es gibt inzwischen aber auch einige weitere Dienste, die ohne jede Software Installation Dokumente zur Verfügung stellen. Wichtig ist, dass sie bei geplanter gleichzeitiger Bearbeitung, beispielsweise bei einer Telefonkonferenz, eine Echtzeit-Synchronisierung bieten. Durch diese Funktionalität wird es erst möglich, ohne aufwendige Hard- und Software mit sehr kostensparenden Mitteln Mitarbeiter an verschiedenen Standorten zu koordinieren.
Neben so etwas simplem wie der Pflege einer Excel-Datei zur Aufgabenverteilung ist die Ablage und Sicherung von Dateien auch ein wichtiger Punkt. Quasi jede Kommunikation, jede Rechnung, jeder geschäftlicher Vorgang muss dokumentiert werden – was Speicherplatz erfordert, sofern es digital erfolgt. Die Sicherungsmöglichkeit durch Cloud-Dienste erfolgt zwar nicht zwingend kostenfrei – aber doch deutlich kostengünstiger als viele Inhouse-Lösungen. Jeder Ihrer Mitarbeiter mit Zugangsdaten kann auf die archivierten Dateien oder Sicherungskopien zugreifen – ganz egal, ob er gerade im Büro sitzt oder unterwegs ist. Für schnelle Reaktionen bei Ausfällen oder dringenden Kundenanfragen ist das von großem Vorteil.
Handfeste Praxistipps: Cloud-Computing & PreSales Marketing
Der Zugriff von überall her, Plattformunabhängig – das ist der große Vorteil der Cloud-Lösungen. Genau so passt das in das PreSales Marketing Konzept. Im PreSales Marketing spielt die Kontaktliste eine große Rolle, was letztlich eine umfangreiche Liste mit zahlreichen Informationen zu jedem vorhandenen Kontakt oder Kunden meint. Hier speichern Sie alle Zugriffe, die persönlichen Daten die Ihnen bekannt sind, aufgrund dieser Liste ordnen Sie Informationsangebote und personalisierte Mailings zu.
Stellen Sie sich vor, Ihre Mitarbeiter arbeiten teils vom Büro, teils von unterwegs oder von daheim aus. Damit diese zentrale Liste immer auf dem aktuellsten Stand bleibt, müssen alle zeitgleich damit arbeiten können, unabhängig vom Standort. In einem Cloud-Drive abgelegt und mit entsprechenden Optionen versehen können alle Ihre Mitarbeiter gleichzeitig darauf zugreifen, Versionsprobleme wie bei einer klassischen Windows-Oberfläche treten gar nicht erst auf.
Ähnlich können Sie auch Ablaufpläne und Arbeitsprozesse zentral in der Cloud ablegen. Auch wenn Sie gerade auf der Messe sind und einen Stand betreuen, können Sie direkt mit dem Smartphone Änderungen hinterlegen, den Status einzelner Projekte überprüfen oder verschiedene Tätigkeiten Ihrer Mitarbeiter koordinieren. Das Synchronisieren Ihres Smartphones mit dem Laptop oder dem Büro-PC erledigt sich damit, Sie gewinnen Zeit und müssen keinen Gedanken mehr an solche meist eher lästigen Zwischenschritte verschwenden. Für Startups stellen Cloud-Dienste eine gute Lösung dar, um schon in der Gründungsphase die Basis für effiziente und kostensparende Prozesse zu legen.
Das ist die Einsicht, welche mir in den letzten Jahren am Meisten weiter geholfen hat. Das gilt egal auf welchem Vertriebskanal Sie unterwegs sind. Natürlich auch in den sozialen Netzwerken, wie z.B. XING.
Einige von Ihnen wissen, dass ich ein Verpackungsunternehmen aufgebaut habe und bis zum Schluss als ich es verkauft habe jährlich Ware im Wert von 12,5 Mio. Euro veräußert habe. Den Erfolg habe ich einerseits natürlich durch Zuverlässigkeit, Schnelligkeit und ein ordentliches Preis-Leistungsverhältnis der Produkte erzielt. Aber einer der entscheidenden Faktoren war, dass mein Bekanntheitsgrad innerhalb kürzester Zeit so groß war, dass ich als „der Experte“ in der Branche anerkannt wurde. Obwohl ich erst 2004 dieses Unternehmen gründete. Ich war bekannt wie ein bunter Hund. Als Start-up Unternehmen war es damals für mich finanziell nicht einfach Werbung zu machen. Auch habe ich einiges ausprobiert. Checklisten und Marketingtipps verschlungen und noch so jeden Hinweis versucht umzusetzen. Wissen Sie, woran ich letztlich immer wieder gescheitert bin? Es war keine wirkliche Strategie dahinter.
Es gab vor dem Marketingplan, vor der eigentlichen Umsetzung noch etwas viel wichtigeres. Die Positionierung und die Einstellung. Die Einstellung und das Wissen: wie wird man zum Leuchtturm in einer Branche, wie entwickelt man Charisma, wie verhalte ich mich ohne mich verbiegen zu müssen – und die Kunden kaufen dennoch.
Das gesammelte Wissen hierzu finden Sie nun zusammengefasst in dem Download-Bundle. Sie erhalten das E-Book “Ich kenn Dich – darum kauf ich” mit fast 200 Seiten und das dazugehörige Hörbuch als Download zum Einführungspreis. Zusätzlich ist das Hörbuch “Der PreSales Marketing Kundenmagnet” beigefügt. Die Gesamtlaufzeit entspricht der Laufzeit von 10 CDs. Wir haben es aber so komprimiert, dass Sie es bequem auf 2 CDs unterbringen können.
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In dieser Zeit habe ich dann mehr und mehr gemerkt, dass es kein Zufall war. Sondern dass es eine Strategie dahinter geben muss. Als Fußball-Fan habe ich natürlich auch immer wieder beobachtet, wie z.B. Philip Lahm es geschafft hat in der Nationalmannschaft und auch beim FC Bayern München Kapitän zu werden und nicht Miroslav Klose oder Bastian Schweinsteiger – die Leistung war mit anderen vergleichbar, ein Sprachrohr war er nun auch nicht wirklich, die Erfahrung und die die körperliche Erscheinung kann es auch nicht gewesen sein. Also was war es? Er hatte eine Strategie sich entsprechend zu positionieren!
Ein weiterer Punkt war für mich: wie schaffe ich es, dass die Kunden bei mir kaufen – ohne dass ich jeweils mühsame Überzeugungsarbeit leisten musste. Da gibt ein Beziehungskonto – auch in einer Geschäftsbeziehung gibt es das. Ich musste es also schaffen, dass mein Kunde „im Minus“ war und er es letztlich nur so „ausgleichen“ konnte, in dem er bei mir wieder etwas kaufte. Die Möglichkeiten die ich dazu genutzt habe sind keine speziellen Techniken oder NLP-Techniken. Nein, es sind absolut nachvollziehbare praktische Tipps. Vor allem aber ist es die persönliche Einstellung.
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Zusammenfassung:
Dieses Buch ist perfekt für Sie, wenn Sie wissen wollen:
• warum Fußballspieler Philip Lahm Nationalmannschafts- und Bayern Kapitän wurde und nicht Bastian Schweinsteiger
• wie wirkliches Charisma und Anziehungskraft entsteht
• wieso Bekanntheitsgrad auf Expertenstatus schließt (Bsp. Welchen Arzt schätzen Sie als den besseren ein: Dr. Steadmann oder Dr. Marius Müller-Wohlfarth Arzt der Deutschen Fußballnationalmannschaft und des FC Bayern Münchens)
• was ist ein Beziehungskonto? Was zahlt darauf ein – was sind Abbuchungen davon
• warum „lautes Trommeln“ nicht peinlich ist (und warum die meisten Menschen gerade davor Angst haben)
• Anziehungskraft – was ist der Unterschied zwischen „Sein“ und „Tun“ oder: wie kombiniere ich
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Wenn ich aus unseren über 100 Produkten nur eines auswählen könnte, dann würde ich
„Ich kenn Dich – darum kauf ich“ wählen.
Weiterhin viel Erfolg wünscht Ihnen Ihr
Robert Nabenhauer
Der Vertrieb in einem Unternehmen ist die Institution, die für den Kunden die produzierten Produkte, seien es Schuhe oder Keylogger, zugänglich macht. Die effiziente Gestaltung dieses Prozesses steht im Vordergrund und wird durch die jeweilige Vertriebsstrategie festgelegt. Die Vertriebspolitik hat sich als ein immer wichtiger werdender Faktor erwiesen und gehört mittlerweile in die Marketing-Strategie eines Konzerns mit eingebunden. Verantwortliches Personal im Vertrieb muss mit entsprechenden Kompetenzen ausgestattet werden um neue Aufgaben, wie die Vermarktung der Produkte, zu tätigen.
Der Prozess im Vertrieb ist mit hohen Kosten und Risiken verbunden und sollte deshalb mit großer Aufmerksamkeit bedacht werden. Das Personal aus der Abteilung muss mit in den Marketingplan des Unternehmens einbezogen werden, da dieser aller weiteren Rahmenbedingungen vorgibt. Um spätere Unstimmigkeiten seitens des Vertriebs zu vermeiden, sollte bei dieser Planung Personal aus dem Vertrieb mit entsprechenden Kompetenzen ausgestattet sein und bei der Erarbeitung des Plans eingebracht werden.
Ein erster Schritt ist die »SWOT-Analyse« bei der Stärken und Schwächen sowie Chancen und Risiken analysiert werden. Mit anderen Worten, eine Darstellung der Vertriebssituation. Auf dieser Grundlage lassen dich die Ziele des Vertriebs festlegen. Es müssen die Anforderungen der Endkunden mit berücksichtigt werden und ob diese mit den Firmenzielen übereinstimmen. Bei all diesen Entscheidungen muss mindestens der Vertriebsleiter mit einbezogen werden, denn nur dieser kann auf Erfahrungen der letzten Jahre in Sachen Vertriebspolitik und ihre Umsetzbarkeit zurückblicken. Ist es möglich, die Absatzmengen zu erhöhen, das Preisniveau zu halten und Kosten zu senken? Ist es möglich, Lieferzeiten zu verkürzen und die Zuverlässigkeit zu erweitern? Und ist es zusätzlich machbar, das Vertriebsimage zu erhalten oder gar zu steigern? Zu diesen eventuellen Zielen müssen die Mitarbeiter des Vertriebs aufgerufen werden ihre Meinung kund zu tun. Diese sind die Ersten, welche die neuen Ziele umsetzen müssen und bei nicht erreichen verantwortlich gemacht werden. Um das zu vermeiden, ist ein vorheriger intensiver Gedankenaustausch notwendig. Ist die Vertriebsstrategie entwickelt, muss das entsprechende Budget festgelegt werden. Dieses beinhaltet Prämien für den Außendienst und verkaufsfördernde Kampagnen. In Verbindung mit Strategie und Budget gilt es nun, die Vertriebsmaßnahmen durchzuführen und diese einer ständigen Vertriebskontrolle zu unterziehen. Hierfür kann man im Einzelfall auch einen Coach in Hamburg, Berlin oder München engagieren. In allen Städten gibt es qualifizierte Berater, die Unternehmen helfen können.
All diese Aufgaben in einem Unternehmen betreffen den Betrieb und sind für den wirtschaftlichen Erfolg unabdingbar. Der Vertrieb ist das Bindeglied zwischen Kunden und Konzern, funktioniert dieses nicht problemlos, ist ein ständiges Wachstum im Unternehmen nicht möglich. Das Personal im Vertrieb muss mit ausreichend Befugnissen ausgestattet sein, um diese wichtigen komplexen Aufgaben durchführen zu können. Das alte Muster von der reinen Distributionspolitik ist nicht mehr zeitgemäß, denn der Vertrieb ist ein bedeutender Teil des Marketing-Mix in einem Betrieb geworden. Funktioniert der Vertrieb nicht, kann der Rest im Unternehmen ausgezeichnet laufen, es werden keine Gewinne erzielt. Im Gegenteil, legt man sein Augenmerk nicht gesondert auf einen professionellen Vertrieb, entstehen Überproduktionen und eventuelle Lagerkosten. Es bildet sich ein Überangebot und die aktuellen Preise sind nicht mehr zu halten. Jeder Geschäftsmann weiß, Preise zu senken geht immer, jedoch einen späteren Preisanstieg im Markt durchzubringen ist fast unmöglich. Es sollte also darauf geachtet werden ein solches Szenario mit vorbeugenden Maßnahmen nicht aufkommen zu lassen. Dies geschieht durch die Förderung des Vertriebs. Professionelles, gut bezahltes Personal ist von Nöten um Produkte an den Kunden zu bringen. Das Personal des Vertriebs muss fachlich und betriebswirtschaftlich bewandert sein. Was noch wichtiger ist – ein perfekter Umgang mit unterschiedlichsten Kundentypen sollte möglich sein.
Man erkennt, dass der Aufwand für einen qualitativ hochwertigen Vertrieb relativ stark ist, doch lohnt sich das für eine positive Entwicklung im Unternehmen. Vor allem der Aufbau eines solchen Unternehmenszweiges, ist mit viel Anstrengung und Sorgfalt verbunden. Doch ist dies einmal geschafft, muss nur noch für die Beständigkeit gesorgt werden, wozu ein qualitativ hochwertiger Vertrieb selbst in der Lage ist. Ein funktionierender Vertrieb ist lebenswichtig für die ganze Unternehmung, denn Stillstand bedeutet Rückschritt und für das Wachstum ist nun einmal zum großen Teil der Vertrieb verantwortlich.
Outsourcing ist das Auslagern von Unternehmensaufgaben oder Produktionsprozessen an Drittunternehmen, meist in das Ausland. Die Auslagerung ist somit ein Drittbezug und keine gewöhnliche Partnerschaft zwischen Unternehmen. Leistung und Dauer des Outsourcings werden vertraglich geregelt. Eine häufige Folge in der Vergangenheit war oft die Verlagerung von Arbeitsplätzen in personalkostengünstigere Länder. Dieser Trend ist teilweise fehlgeschlagen und rückläufig. Doch lohnt es sich für viele Unternehmensformen bei reichlicher Überlegung und Vorbereitung enorm. Ein Unternehmen muss sich im Klaren darüber sein, warum, wie und was es in einen anderen Konzern auslagern möchte. Ist dies nicht festgelegt, oder die Beantwortung dieser Fragen ist nicht möglich, sollte von einer Auslagerung des betroffenen Geschäftszweiges abgesehen werden.
Es gibt einige strategische Gründe und Kosteneinsparpotenziale, die für Outsourcing sprechen. Größere Fixierung auf die eigenen Kernkompetenzen, ist ein häufiger Grund die für eine Auslagerung spricht. Kein Unternehmen kommt mehr um ein eigenes IT-System herum, auch wenn das eigentliche Geschäft nichts mit dieser Branche zu tun hat, wenn man beispielsweise Handys ohne Vertrag verkauft. Dies ist ein typischer Punkt im Unternehmen, der an ein Drittunternehmen abgeben wird. Installation, Wartung und vor allem die Haftung bei einem Ausfall liegen jetzt nicht mehr in der eigenen Hand. Personal, das sich um diesen Bereich gekümmert hat, kann sich wieder um die eigentlichen Aufgaben der Firma kümmern. Eine eventuelle Lücke an qualifizierten Mitarbeitern wird durch die Abgabe des Segments eingestellt, ohne Weiterbildungen finanzieren zu müssen oder gar Neueinstellungen zu stemmen. Beim Outsourcing werden die vorherigen fixen Kosten in variable Kosten umgewandelt. Dies ermöglicht dem Unternehmen, flexibler zu agieren und sich individueller auf den Auftragsprozess einzustellen. Auf Veränderungen kann schneller reagiert werden und es sind festgelegte Ansprechpartner vorhanden.
Einer Ausgliederung folgen auch harte Kosteneinsparungen wie der Wegfall von Unterhalts- und Wartungskosten, Raumkosten, Sicherheitskosten und eventuell sogar Personalkosten. Allerdings kommen neue Verwaltungsaufgaben auf einen zu, wenn man sich mit dem neuen Partnerunternehmen zum Beispiel per Telefonkonferenz auseinandersetzt. Des Weiteren muss sich das Unternehmen überlegen, in welcher Form es Outsourcing betreiben möchte. Möchte der Konzern Prozesskontrolle und Personalverantwortung behalten und nur einzelne Aufgaben abgeben, betreibt es »Outtasking«. Werden ganze Bereiche mit dem Ziel der Kosteneinsparung vergeben, oder weil sich das Unternehmen nicht in der Lage fühlt, sich in diesem Bereich ausreichen Fachkenntnis anzueignen, kommt ein »Selective Outsourcing« in Frage. Wechselt ein ganzer Unternehmensbereich inklusive Belegschaft zu einem Dienstleister, spricht man von »Complete Outsourcing«. Wird der Einkauf eines Unternehmens ausgelagert, redet man von »Business Process Outsourcing«, beim Vertrieb von »Vertriebsoutsourcing«. Es werden in den einzelnen Teilbereichen des Prozesses spezialisierte Dienstleister eingesetzt. (Kaltakquise, Kundenbetreuung, Vertragsabschluss etc.). Dies wird vor allem mit dem Ziel auf Umsatzzuwachs und Kosteneinsparung betrieben.
Noch ein Großteil der hiesigen Unternehmen sehen eine Vertriebsauslagerung sehr kritisch. Sie befürchten den Verlust ihrer Kernkompetenzen, vertrauen dem externen Dienstleister nicht, oder wissen einfach nicht, wie man ein Vertriebsoutsourcing betreibt und was für Möglichkeiten es gibt. Der immer härtere Wettbewerb und der wachsenden Vielfalt an Kundenwünschen wird der Vertrieb mit immer größeren Aufgaben konfrontiert. Von der reinen Distributionspolitik kann keine Rede mehr sein. Der Vertrieb muss in der modernen Zeit Angelegenheiten des Kundenmanagements mit übernehmen, da sie den persönlichsten und häufigsten Kontakt mit dem Klienten haben. Die Abteilung »Vertrieb« ist der Produktvertreiber im Unternehmen, welcher für Umsatz sorgt. Und dennoch möchten sich ein großer Teil der Unternehmer nicht von externen helfen lassen. Der Teil, der am häufigsten im Vertrieb outgesourced wird, liegt im Bereich Neukundengewinnung und Imageausbau bzw. -pflege. Das ist sinnvoll, da sich gerade in diesem Bereich Dienstleister gebildet haben, die auf solche Gebiete spezialisiert sind. Besonders in der Zeit der neuen Medien sind industrielle Mittelstandsunternehmen nicht in der Lage, eine solche Qualität selbst abzurufen.